Schon bald erfolgt hier in 24 Metern Tiefe der Durchschlag des Rettungstunnels
Die Tunnelbaustelle Gmünd West stand am Sonntag im Rahmen von RemsTOTAL im Blickpunkt des Interesses. Tausende besuchten den „Tag der offenen Tür“ auf der eindrucksvollen Großbaustelle. Leider ist eine solche Veranstaltung an der Tunnelbaustelle Ost aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Dennoch wollen wir unsere Leser auf dem Laufenden halten. Denn im Tunnelbausektor Ost wird’s in den nächsten Monaten spannend, weil auch dort der Bau der Tunneltröge neben der zwischenzeitlich nach Norden verlegten Rems beginnt. Gewaltig anzusehen ist bereits die so genannte Zielbaugrube am Endpunkt des aus Richtung Westen herannahenden Rettungstunnels. Im Sommer erfolgt hier der Durchschlag, während der Haupttunnel dann Ende des Jahres „ankommt“.
Die Zielbaugrube ist
24 Meter tief. Ein größeres Wohnhochhaus wie beispielsweise aus Bettringen oder Wetzgau könnte darin bequem Platz finden. In Zehn-Meter-Schritten und zweitägigen Taktfolgen erfolgt jetzt der Einbau einer mächtigen Bodenplatte. Wie Oberpolier Werner Alexander erläutert, ist diese Grundplatte fast zweieinhalb Meter dick. Sie muss so mächtig sein, dass dieser Trog im Grundwasser nicht aufschwimmt wie ein Schiff. Pro Zehn-Meter-Segment werden etwa
250 Kubikmeter Beton in die Tiefe gepumpt und dazu auch noch mit
60 Tonnen Baustahl armiert. Hierzu ist an der Tunnelbaustelle Ost derzeit auch eine der größten mobilen Betonpumpen im Einsatz, die in Europa greifbar ist. Deren „Rüssel“ ist
58 Meter lang.
In rascher Folge fahren die Betonmischer vor, die jeweils acht Kubikmeter Beton aus den beiden Tunnel-Zementwerken am Trog West heranschaffen. Vor Ort gelagert sind auch schon die großen, vorgefertigten Holzelemente für die Betonverschalung der Wände. Weiter östlich nahe der Firma Weleda kann in einem Teilabschnitt auch schon der Aushub für den Zufahrtstrog verfolgt werden.
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