Sporthalle im Unipark wurde gestern offiziell ihrer Bestimmung übergeben
Dank und viele gute Wünsche prägten gestern die offizielle Einweihung der großen Sporthalle im Gmünder Unipark. Aufgelockert wurde die Veranstaltung von vielerlei sportlichen Vorführungen. Sogar der frühere Weltmeister Eberhard Gienger wagte sich nochmal ans Reck. Von Manfred Laduch
SCHWÄBISCH GMÜND. Oberbürgermeister Richard Arnold hieß nach dem musikalischen Auftakt durch die Big-Band des Hochbegabtengymnasiums die vielen Gäste willkommen. Besondere Grüße galten dabei — außer jenen, die nach ihm noch ans Mikrophon traten — Landrat Klaus Pavel und dem Sportkreisvorsitzenden Manfred Pawlita.
Dies sei ein großer Tag für den Gmünder Sport und die Schulen, betonte Arnold. Einen Rückblick auf die lange und komplizierte Entstehungsgeschichte des Projektes wolle er sich sparen — es gelte, nach vorn zu blicken. Seit dem
18. Januar sei die Halle in Betrieb und sie habe sich bereits bestens bewährt. Sie biete nicht nur optimale Trainingsmöglichkeiten für die Turner in den Hallenteilen
4 und
5, sondern Verbesserungen für viele Sportler in Halle
1 bis
3.
Der besondere Dank des OB galt dem Belegungsgremium, dem bei der Abstimmung der vielen Wünsche nach Trainingszeiten quasi die Quadratur des Kreises gelungen sei. Zu danken sei vor allem auch Staatssekretär Stefan Scheffold, der dem Projekt die Fördermittel des Landes über viele Jahre gerettet habe.
Viel Applaus gab es von den Besuchern der Feier, als Arnold den Wetzgauer Otto Baur als großen Kämpfer für die Halle lobte. Und der OB vergaß auch nicht, die Verdienste seines Vorgängers Wolfgang Leidig und des früheren Baudezernenten Hans Frieser um die Halle zu erwähnen.
Eine lange, nicht immer einfache Geschichte sei zu einem guten Ende gekommen, erklärte Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich, der die Kultusministerin vertrat. Sport, so Fröhlich, sei essenziell für jeden Menschen. Die Halle sei ein wichtiger Baustein zur Fertigstellung des Landesgymnasiums für Hochbegabte, dessen Arbeit der Ministerialdirektor in den höchsten Tönen lobte. Fröhlich würdigte auch die große Bedeutung des Sports für Schwäbisch Gmünd, wo fast die Hälfte der Bevölkerung in einem der vielen Sportvereine organisiert sei. Augenzwinkernd erwähnte der Redner, dass er kein Projekt im Land mit einem so hohen Fördersatz kenne.
„Ich gratuliere zu dieser schönen Halle – und ich kenne viele“, erklärte Eberhard Gienger, Vizepräsident des Deutschen Turnerbundes. Der Bundestagsabgeordnete entschuldigte seinen Kollegen Norbert Barthle, den die Finanzkrise in Berlin festhielt. Die Gmünder Halle sei so gut wie jedes Spitzen-Leistungszentrum, freute er sich und zitierte aus der Rems-Zeitung, wo Otto Baur sich schon vor
35 Jahren über ein solches Projekt Gedanken gemacht hatte. Zur Freude des Publikums entledigte sich der frühere Weltmeister dann seines Jacketts und legte am Reck einige Riesenfelgen samt gekonntem Abgang hin.
„Man muss halt manchmal dicke Bretter bohren“, erinnerte sich
MdL Stefan Scheffold an die aufreibende Geschichte der Halle. Namens des Landesgymnasiums bedankte sich dessen stellvertretender Schulleiter Thomas Schödel bei Scheffold für die Unterstützung und beim Gemeinderat dafür, den besten Entwurf ausgewählt zu haben. Auch den Schulen, die über Jahre dem
LGH–Sportunterricht Platz eingeräumt hatten – besonders der Römerschule in Straßdorf – galt Dank.
Unter drei Vorsitzenden habe der Stadtverband Sport
20 Jahre lang für die Halle gekämpft, erinnerte sich der aktuelle Amtsinhaber Christian Kemmer. Die Halle habe die Vereine in Sachen Trainingszeiten ungemein entlastet.
Nachdem Architekt Karl Ströhle und Dirk Oettel für den Generalunternehmer den Schlüssel übergeben hatten, nahmen der evangelische Dekan Immanuel J.A. Nau und der stellvertretende katholische Dekan Robert Kloker die kirchliche Weihe der Halle vor. Sportdezernent Erster Bürgermeister Joachim Bläse wünschte den Sportlern in der Halle viel Erfolg.
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