Informationsveranstaltung auf dem Friedhof in Zimmerbach am Mittwoch, 9. Juni, um 18 Uhr
Ein etwas anderes Angebot zur letzten Ruhe gebettet zu sein, macht jetzt die Gemeinde Durlangen den Bürgerinnen und Bürgern. Alternative Formen von Bestattungen sollen in Durlangen verwirklicht werden. Von Sonja Ruis
DURLANGEN. Die Gemeindeverwaltung möchte die Einwohner mit einbeziehen und sie nach ihren Wünschen und Vorstellungen befragen. Deshalb ist am Mittwoch,
9. Juni, um
18 Uhr auf dem Gemeindefriedhof in Zimmerbach eine Bürgerinformationsveranstaltung vorgesehen. „Friedhofskonzept Zukunft“ ist der Titel einer eigens herausgebrachten Broschüre, die laut Bürgermeister Dieter Gerstlauer über die Einführung und Ausweisung alternativer Grabstätten auf dem Friedhof der Gemeinde informiert. Darüber hinaus werden auch Vorschläge für eine mögliche Gestaltung gemacht. Friedhöfe und Grabstätten sind ein vertrauter Schauplatz von Bestattung, Trauer und Erinnerung. „Die Bestattungs– und Friedhofskultur befindet sich in einem grundlegenden Umbruch — sie verändert ihr Erscheinungsbild“, erklärt der Bürgermeister. Auch neue Bestattungsformen sind gefragt, etwa die Urnenbeisetzung auf einer Wiese.
Mit einem Ideenkonzept hatte sich der Gemeinderat bereits im Herbst vergangenen Jahres befasst. Dabei wurde der Beschluss gefasst, sogenannte Gemeinschaftsgrabanlagen in Form von Rasengrabfeldern für Sargbeisetzungen mit namentlicher Nennung auf einer Gedenktafel und eventuell einer kleinen Fläche für Grabschmuck weiterzuverfolgen. „Dieses sensible Thema möchten wir aber jetzt mit den Bürgern persönlich diskutieren“, betont Dieter Gerstlauer. Eine informative Sonderveröffentlichung gibt Gelegenheit, sich im Vorfeld konkrete Gedanken darüber zu machen.
In Wort und Bild werden in diesem Prospekt unterschiedliche neue Bestattungsarten anschaulich vorgestellt. „Allgemein ist ein klarer Trend zur Feuerbestattung zu beobachten“, meint Gerstlauer. Die Nachfrage nach Plätzen in der Urnenwand ist rasant gestiegen. Vor allem pflegefreie und pflegeleichte Grabstätten sind gefragt. Denkbar sind zum Beispiel sogenannte Rasengräber mit Grabstein oder Kissenstein an der Kopfseite und der Möglichkeit, davor einige Blumen abzulegen. Auf der übrigen Fläche wird Rasen eingesät, den die Beschäftigten des Bauhofes regelmäßig mähen. Diese können sowohl für Sarg-, als auch für Urnenbeisetzungen als Reihen– oder Familiengräber ausgewiesen werden.
Pflegeleichte Gemeinschaftsgrabanlagen sind eine Alternative zu Urnenwänden. Die Urnen, aber auch Särge werden dabei in einer Art Wiese bestattet, wobei jeder seinen eigenen Platz zum Ablegen von Blumenschmuck hat. Individuelle Grabmale, gleiche Namenssteine oder zentrale Denkmäler mit namentlicher Kennzeichnung sind möglich. Darüber hinaus könnten thematisch gestaltete Gemeinschaftsanlagen mit einer gemeinsamen Gedenkskulptur und Namensinschriften in Betracht kommen. Die Pflege der Rasenfläche würde ebenfalls die Gemeinde übernehmen.
Eine Innovation stellen wandelbare Gemeinschaftsgrabfelder dar. Dies sind kleine Grabhügel mit Grabzeichen zur eigenen Bepflanzung. Wenn die Pflege durch die Angehörigen nicht mehr möglich ist, kann eine Wandlung zur vereinfachten Pflege erfolgen.
Noch keine Kommentare vorhanden.