Von jetzt ab steht der Weg für den Bau des neuen Mehrgenerationenhauses des DRK in Heubach offen
Nach fünf Jahren ist die Planung zum Bau eines Mehrgenerationenhauses in Heubach nun abgeschlossen. Das Haus soll soll vor allem eine Begegnungsstätte werden und wird sowohl Wohnungen für Demenzkranke, als auch eine Arztpraxis und Gruppenräume beherbergen. Von Sandra Fuhrmann
HEUBACH. Am gestrigen Tag wurde von Landrat Klaus Pavel, dem Heubacher Bürgermeister Klaus Maier, dem Kreisverbandsvorsitzenden des
DRK Prof. Dr. Reinhard Kuhnert, dem Kreisgeschäftsführer des
DRK Bruno Bieser, sowie den zuständigen Architekten Cemal Isin, vom Architekturbüro Isin und Volker Gunst dem Projektleiter, so wie dem Bauleiter Gerhard Strobel und dem Geschäftsführer des Bauunternehmens Karl Merz, der erste Spatenstich für das Heubacher Mehrgenerationenhaus getan, der gleichzeitig der Startschuss zum Beginn des Baus war. Zweck des Hauses soll es sein Begegnungen zu schaffen. Das Gebäude stell zudem einen Pflegestützpunkt dar. Es sollen sieben Wohnungen für Dementskranke, bei denen die Krankheit sich noch in einem eher schwachen Stadium befindet, entstehen. Die Wohnungen sollen die völlige eigenständigkeit der Erkrankten ermöglichen, diesen jedoch ein Gefühl ein der Sicherheit gewährleisten. Durch die beiden Ärzte
Dr. Claus Knodel und
Dr. Frank Bessler, die mit ihrer Praxis in Heubach in das Gebäude umziehen werden sind damit auch immer Ansprechpartner bei Problemen vor Ort. Es ist jedoch wichtig, meint Bruno Bieser, dass die Kranken auch in die anderen Aktivitäten des Hauses mit integriert werden. So ist zum Beispiel bereits jetzt ein Migrationsprojekt, das in dem Gebäude stattfinden soll, geplant. Dass Wohnen und Begegnung in einem Haus kombiniert wird, ist ein neues Konzept und unter den
534 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland ein Novum. Auch für Schulen und Vereine soll es eine Möglichkeit zur Zusammenführung sein.
Prof. Dr. Kuhnert betonte die soziale Verantwortung, die man habe. An dem sozialen Netz einer Region und dessen Qualität könne man auch die Kompetenz der Bevölkerung messen. Das neue Gebäude stelle einen weiteren Knotenpunkt in diesem Netz dar. Der
DRK Kreisverband, wie auch die Stadt Heubach würden diese soziale Verantwortung leben. Auch die Bürger seien aufgefordert an der Gestaltung Projekts mitzuwirken. Entworfen wurde das Gebäude aus dem Hause Isin Architektur so, dass auch nach der Fertigstellung zukünftige Erweiterungen möglich sein werden. Beginn der Planung war bereits im Jahr
2005. Dass die Planung bei öffentlichen Gebäuden immer etwas mehr Zeit in Anspruch nehme, sei normal, meinte Cemal Isin. Von nun an jedoch gebe es keine Veränderungen mehr.
Geplant ist, den ersten Teil bereits Ende diesen Jahres fertig zu stellen. In seiner ganzen Pracht soll das Gebäude dann im nächsten Frühjahr zu bewundern sein. Das Haus ist außerdem komplett behindertengerecht konstruiert. Auch auf die Umwelt wurde bei der Planung Rücksicht genommen. Durch Solaranlagen soll die Heizungsanlage des Hauses unterstützen. Das Grundstück, auf dem es gebaut werden soll bezeichnete der Bürgermeister als das ursprüngliche Sorgenkind der Gemeinde. Der Gemeinderat beschäftigte sich schließlich mit dem Problem. Da das Gebiet, in dem das Gebäude gebaut wird, bereits ein Gebiet mit sehr vielen sozialen Einrichtungen, wie zum Beispiel dem Altenpflege Haus Kielwein, ist, passte das neue
DRK Haus so zu sagen perfekt ins Bild. Finanziert wird das Gebäude zu
90 Prozent vom
DRK selbst. Lohnen werden die Kosten sich jedenfalls bestimmt und auf dem Bild sieht das neue Mehrgenerationenhaus ja jetzt schon gut aus.
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