Acht neue Bürgermentoren erhalten ihre Urkunden und stellen ihre Projekte vor — vom „Bücherschrank“ bis zum Kinderspielfest
Den „Mut zum Tun“ beschworen die Mentorentrainer Maria Bräuning und Peter Arnold bei der Verleihung der Zertifikate an die neuen Bürgermentoren.
SCHWÄBISCH GMÜND
(rw). Sie sind eine Art Pioniere, das machte Erster Bürgermeister Joachim Bläse gestern im Prediger-Refektorium deutlich. Bürgerschaftliches Engagement sei immer nötig, es sei ein Fehler, es nur dann zu beschwören, wenn die Kommunen knapp bei Kasse seien: „Es kann doch nicht davon abhängig sein, ob die Stadt Geld hat oder nicht.“ Ein Betätigungsfeld der Bürgermentoren sah er auch in den Sportvereinen. Jedenfalls: „Es ist gut investierte Zeit, wenn man sich zu Bürgermentoren ausbilden lässt.“ Nur sollte man vorbereitet sein, unterstrich Markus Mengemann (Caritas Ostwürttemberg), und Kreativität sei auch gefordert, ergänzte Clemens Wochner-Luikh (Stiftung Haus Lindenhof). Um diese ging es im fünften Bürgermentorenkurs besonders, schilderten Maria Bräuning und Peter Arnold den Weg der
30-stündigen Schulung der acht Teilnehmer. Bislang wurden Bürgermentoren auf eine Tätigkeit in Einrichtungen vorbereitet, jetzt sollen sie selbst Projekte entwickeln und durchführen. Die frisch Zertifizierten stellten ihre Vorhaben selbst vor: Ulrike Beck will einen „öffentlichen Bücherschrank“ installieren, an dem man Bücher leihen und tauschen kann, Christiane Biebl bringt sich in einer „Aktion Familie“-Zeitung ein; Christine Blath organisiert Rundflüge für Behinderte und Rollstuhlfahrer. Bärbel Blaue will dafür sorgen, dass das Kinderspielfest erhalten bleibt „und endlich familienfreundliche Preise erhält“. Marie-Luise Essig will in der Südstadt Walking-Kurse aufziehen, Harald Beck in der Stadtgestaltungs-Agenda Ideen entwickeln. Ernst Essig plant deutsch-türkische Teestunden in der Südstadt, und Gustav Zemek kümmert sich um einen Seniorenfahrdienst. Musikalisch umrahmt wurde die Zertifikat-Übergabe von einem Schilfrohrflöten-Trio.
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