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» Ostalbkreis | Montag, 24. Mai 2010

Roland Haug hat eine Fortsetzung seines Musicals geschrieben

Melwis? Das war doch eine der Hauptfiguren in dem erfolgreichen Igginger Rock-’n’-Roll-Musical — jener Amerikaner, der als Soldat ein deutschen Mädchen kennengelernt und geheiratet hat? Wer sich bei den gut besuchten Aufführungen gefragt hat, wie diese romantische Story wohl weitergeht, erfährt dies schon bald. Denn Roland Haug hat eine Fortsetzung geschrieben. Von Gerold Bauer

IGGINGEN. Die gefühlvolle Hochzeitsszene, bei der via Hintergrundbild sogar der leibhaftige Ortsgeistliche Johannes Waldenmaier in Szene gesetzt wurde, haben nicht nur viele Zuschauer, sondern selbst einige Mitwirkende missverstanden. Wer damals genau aufgepasst und zugehört hat, weiß aber, dass die Schwäbin Monika und der US-​Amerikaner Melwis nur von ihrer Hochzeit geträumt haben — und dieser Traum dann im Musical in Szene gesetzt wurde. Tatsächlich kam es allerdings nicht zur Trauung, weil Melwis zurück in seine Heimat ging und die beiden Schwestern Moni und Susi andere Männer kennenlernten und heirateten.
In der Fortsetzung des Musicals macht Roland Haug — „Drehbuch-​Schreiber“, Texter und Komponist in einer Person — einen Zeitsprung von den 50er in die 70er Jahre. Die Musik hat sich genauso gewandelt wie die Mode. War nach dem Krieg Elvis Presley der große Star, ist es nun vor allem die schwedische Popgruppe ABBA. Die knallengen Röhrenjeans und Ringel-​T-​Shirts wurden von Schlaghosen und bunten Polyester-​Hemden abgelöst; statt der „Schmalzlocke“ sind nun Wuschelköpfe und lange Haare gefragt.
Während Melwis in den USA eine Karriere als Musiker gemacht hat, steht Moni kurz vor ihrem 40. Geburtstag, den sie eigentlich gar nicht feiern möchte. Ihr Kinder wollen trotzdem als Überraschung eine Party organisieren und dazu die alten Freunde und Bekannten aus der Jugendzeit ihrer Mutter einladen. Was sich allerdings als gar nicht so einfach erweist, denn die Clique von damals lebt inzwischen weitverstreut und muss erst einmal gefunden werden. Bis in die USA führt diese Suche. Auch der große Wunsch der Kinder, eine Band zu gründen und beim 40er-​Fest der Mutter aufzutreten, erweist sich zunächst als „Stolperstein“. Dieser Handlungsrahmen bietet wieder reichlich Gelegenheit für Liebe, Eifersucht, Streit, Missverständnisse und Überraschungen. „Alles ist vertreten“, verspricht Roland Haug seinem Publikum.
Natürlich hat der Igginger Berufsmusiker die Musik wieder selbst geschrieben. Auch wenn erneut wieder vieles nach Elvis und dieses mal auch nach Abba klingt — die Kompositionen sind alle „made in Iggingen“. Die Hauptrollen spielen und singen Regina Hellmann, Andy Käfer, Julia Barth, Nur Yildirim, Daniele Giuliano und Fabio Diso. Lisa, Steffi, Iris und Simi sind als „Disco Queens“ zu erleben und es gibt auf der Bühne auch ein Wiedersehen mit der Böbinger Rock’n-Roll-Tanzgruppe „Jumping Jailbirds“.

Aufgeführt wird das Musical mit dem Titel „Seventy Seven“ im kommenden November an drei Abenden in der Igginger Gemeindehalle — und wer sich schon frühzeitig Eintrittskarten sichern will, kann dies bereits ab dem 1. Juli tun. Im Internet gibt es schon jetzt unter www​.77​-musi​cal​.de die Möglichkeit zur Reservierung.
 

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