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» Ostalbkreis | Dienstag, 25. Mai 2010

Walderlebnispädagogik stand auf dem Stundenplan der Lorcher Realschule

Zwei Tage Walderlebnispädagogik stehen jedes Jahr auf dem Stundenplan der Sechstklässler an der Realschule Lorch. Sie sind Bestandteil des Gewaltpräventionsprogramms der Schule.

LORCH (pm). So zogen 24 Schüler und Schülerinnen mit ihrer Klassenlehrerin Gitta Reinartz und der Realschullehreranwärterin Jutta Faiß in die Zimmerbergmühle bei Pommertsweiler, um Verantwortungsbereitschaft und respektvollen Umgang untereinander in Wald und Natur einzuüben. Schon Tage zuvor hatten die Kinder in Klassenratssitzungen um Regeln für das Miteinander gerungen und Arbeitsaufgaben verteilt. Schließlich sollten die Schüler so weit als möglich den Aufenthalt im Selbstverpflegerhaus eigenständig organisieren.
Nach dem Bezug der Zimmer wurden die Schüler begrüßt von Andreas Schumschal, dem Leiter der Koordinationsstelle für Gewaltprävention, und Wolf Noack, dem Forstdezernenten des Landratsamtes Aalen. Sie leiteten zusammen mit Thomas Hägele, dem Jugendreferenten der Stadt Lorch, das Projekt. Am Vormittag führte Noack die Jugendlichen in den Lebensraum Wald ein. Die Schüler übten im Wettkampf Baumarten zu unterscheiden, lernten Federfunde zu interpretieren und Baumhöhen und Kronendurchmesser zu schätzen. Ziel dieses ersten Projektteiles war es, eine emotionale Beziehung zur Natur aufzubauen und vernetztes Denken zu fördern.
Sauriereier bei der Zimmerbergmühle?
Am Nachmittag standen die Schüler vor der Herausforderung, möglichst viele Sauriereier allen Hindernissen zum Trotz zu retten und somit der fast ausgestorbenen Art des „Saurus Zimmerbergensis” zum Überleben zu helfen. Dies konnte nur durch Kreativität und Geschicklichkeit gelingen. Immer wieder mussten die Schüler aufs Neue erfahren, dass Kooperation nur dann klappt, wenn die Kommunikation stimmt.
Wenn junge Leute Der zweite Tag forderte körperlichen Einsatz und Durchhaltevermögen. Unter der fachkundigen Anleitung von Herrn Noack und Revierförster Jörg Vetter mussten die Jugendlichen einen Buchenjungbestand auslichten. Dabei konnten sie ihre erworbenen Kenntnisse vom Vortag anwenden und Teamgeist beweisen. Trotz einer anstrengenden Nacht und widrigen Wetterverhältnissen erfüllten sie die Aufgabe mit Begeisterung. Aus dem gefällten Holz sollten sie schließlich Sitzmöbel bauen, die einen Erwachsenen aushalten mussten. Mit Bravour meisterten sie auch diese Aufgabe.
So wurden die zwei Tage zu einem vollen Erfolg und werden hoffentlich auch im normalen Schulalltag nachwirken.
 

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