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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 26. Mai 2010

Auszubildende der vier größten Ausbildungsbetriebe in Gmünd haben einen Internetauftritt für den Wirtschaftsraum geplant

Sich für den richtigen Beruf zu entscheiden ist für junge Leute oft schon schwer genug. Doch bereits einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu bekommen gestaltet sich oft schwierig. Eine neue Internetplattform für Betriebe in Gmünd und Umgebung soll nun Abhilfe schaffen. Von Sandra Fuhrmann

SCHWÄBISCH GMÜND. „Gmünd bildet aus“ ist das dritte gemeinsame Projekt der Betriebe BarmerGEK, Kreissparkasse Ostalb, Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd und ZF-​Lenksysteme GmbH, die die größten Ausbildungsbetriebe in Gmünd sind. Acht Auszubildende, jeweils zwei aus jedem der Betriebe, haben nun gemeinsam die Initiative ergriffen, um zusammen ein Projekt auf die Beine zu stellen, das zukünftigen Bewerbern die Übersicht über ihre beruflichen Möglichkeiten, und somit vielleicht auch die Entscheidung, erleichtern wird. Das Internetportal soll so aufgebaut sein, dass verschiedene Berufe in den entsprechenden Kategorien, wie zum Beispiel technische, oder Büroberufe, zusammen mit Bildern und einem Erklärungstext darin aufgeführt werden. Zudem können Interessierte erfahren, welche Voraussetzungen sie für den Beruf benötigen. Infrage kommende Berufe können dann angeklickt werden und es wird sichtbar, welche Unternehmen im Raum Schwäbisch Gmünd den entsprechenden Beruf ausbilden.
Beschreibungen zu den Berufen sollen von den Unternehmen selbst geschrieben werden, damit Besucher der Website auch korrekte Informationen aus erster Hand erhalten. Die Plattform soll gleichzeitig eine Vorbereitung für Interessenten auf die alljährliche Ausbildungsmesse darstellen. Die Internetseite hat im Gegensatz zur Messe den Vorteil, dass sich junge Leute dort ungestört umsehen können, und gleichzeitig eine sehr gute, ständig aktualisierte Übersicht geboten bekommen. So können bei der Messe selbst dann gezielter die Berufe angesteuert werden, die auch von wirklichem Interesse sind.
Oberbürgermeister Richard Arnold wies sogar extra darauf hin, dass diese Plattform nicht nur für die zukünftigen Azubis einen Gewinn darstelle. Oft hätten es auch Betriebe mittlerweile schwer, gute Leute anzuwerben. Er hält es zudem für sinnvoll, dass die Seite auch Interessierten an Praktika in den entsprechenden Firmen eine Anlaufstelle bieten soll. Teilnehmen sollen außerdem auch kleinere Firmen im Raum Gmünd. Voraussetzung ist lediglich ein geringer monatlicher Betrag, mit Hilfe dessen die ständige Aktualisierung der Seite gesichert werden soll. Gesucht wird nun lediglich noch ein passendes Erkennungszeichen.
Hierfür veranstalten die acht Azubis extra einen Wettbewerb, bei dem Vorschläge von Privatpersonen, Schulen oder auch Betrieben eingereicht werden können. Jeder ist also zum Mitmachen eingeladen. Auch könnte sich die Projektgruppe beispielsweise vorstellen, dass die Gestaltung des Logos ein interessantes Thema für ein Projekt im Kunstunterricht wäre. An Schulen sollen dafür auch extra noch einmal Einladungen zur Teilnahme an dem Wettbewerb geschickt werden.
Als Preis winkt dem Gewinner ein Geldpreis von 200 Euro sowie die namentliche Nennung als Designer des Logos auf der Website. Ende des Wettbewerbs soll der 29. Juli sein. In welcher Form die Vorschläge eingehen, ist dabei egal. Von Bleistiftzeichnungen bis hin zu professionellen Photoshop-​Entwürfen, ist alles erlaubt. Alle Vorschläge werden zentral bei der ZFLS gesammelt. Ansprechpartnerin ist dabei Corinna Kübler, die außerdem die Azubis bei der Projektkoordination begleitet.
Für alle, die Interesse am Wettbewerb haben, steht sie unter der E-​Mail-​Adresse g41241​@​zf-​lenksysteme.​com für weitere Informationen bereit. Bewerbungen können außerdem an die Adresse: Corinna Kübler, ZF-​Lenksysteme GmbH, Lorcher Straße 121131, 73529 Schwäbisch Gmünd, geschickt werden. Alles was sich die Azubis wünschen würden wäre, dass das Logo sowohl einen Bezug zur Stadt Schwäbisch Gmünd, wie auch dem Thema Ausbildung, aufweist. Ansonsten sind der Kreativität der Bewerber keine Grenzen gesetzt. Richard Arnold lobte vor allem das eigenständige Engagement der acht Azubis, die von selbst mit der Idee ankamen. Startschuss für die neue Homepage soll dann übrigens im März 2011 sein. Bis dahin soll noch mehr unternommen werde, um die Seite bei der Öffentlichkeit, vor allem bei jungen Menschen und deren Eltern, bekannt zu machen. Möglicherweise soll sogar ein kleiner Kinospot dafür gedreht werden.
 

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