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» Ostalbkreis | Montag, 03. Mai 2010

Neues Vereinsheim auf dem Sportgelände Goldwasen feierlich eingeweiht

Das neue Vereinsheim auf dem Lorcher „Goldwasen“ hat seine Bewährungsprobe bestanden. Am Samstag wurde es erst feierlich im Rahmen eines Gottesdienstes eingeweiht, danach erfolgte das „Eröffnungsspiel“ auf dem Rasen.

LORCH (has). Und am Sonntag dann durften der SV Hintersteinenberg und der TV Straßdorf als erste Gastmannschaften die neuen Dusch– und Umkleideräume in Beschlag nehmen.
Das Wetter spielte bis zum späten Nachmittag am Samstag mit. Beistand von oben? Möglich, denn nach einer beeindruckenden Predigt von Pfarrer Christof Messerschmidt, der zusammen mit seinem katholischen Kollegen Marc Grieser den Gottesdienst und die Einweihung gestaltete, kämpften eine Pfarrermannschaft und eine Auswahl aus Gemeinderat, AH und Vereinsmitarbeitern gegeneinander und trennten sich am Ende schiedlich, friedlich und letztlich leistungsgerecht 2:2.
Messerschmidt fand in seiner Predigt immer wieder den Bogen zwischen Fußball und Gott. „Fußball ist nicht unser Leben, sondern Fußball gehört zum Leben dazu. Und Leben ist mehr als Fußball oder ein anderes Hobby“, sagte Messerschmidt und ärgerte sich über eine Schlagzeile in der Süddeutschen, als das bevorstehende Trainerduell zwischen Bayern (van Gaal) und Inter Mailand (Mourinho) mit „Gott gegen Gottes Sohn“ angekündigt wurde.
Vorsitzender Peter Mathussek sprach von einem unvergesslichen Tag für die Fußballfamilie der Sportfreunde und bezeichnete das neue Domizil als „traumhaft schönes Schmuckkästchen“. Mathussek dankte allen, die am neuen Werk beteiligt waren oder an der Finanzierung mitgeholfen haben.
Bürgermeister Karl Bühler sagte in seinem Grußwort, dass man zu Beginn der gemeinsamen Gespräche noch von einer Sanierung, aber nicht von einem Neubau ausgegangen sei. Doch jetzt weise das neue Haus eine „technische Eleganz“ auf und passe ganz gut in die Landschaft. Das Vereinsheim entspreche nicht nur sportlichen, sondern auch hygienischen Ansprüchen. Er selbst wolle nicht mitspielen, den er habe ein großes Herz und wollen den Pfarrern eine Chance geben.
Sportkreisvorsitzender Manfred Pawlita, der sich anschließend auch das Trikot der Sportfreunde überstreifte und beim 2:2 einen Treffer beisteuerte, gratulierte zum gelungenen Werk und sagte, dass jeder investierte Cent durch ein Vielfaches zurückbezahlt werde. Jetzt müsse man zusammenhalten und das Geschaffene mit Leben erfüllen. Mit der Einweihung sei zwar die Bauphase zu Ende, aber jedes Ende sei auch wieder ein Anfang.
Architekt Jochen Herrmann erinnerte an viele Sitzungen und er habe manche schlaflose Nacht gehabt, ob man das Budget auch einhalten könne. Jetzt sei man zwar leicht über dem Kostenvoranschlag, aber nicht bei den reinen Baukosten, die er mit rund 360000 Euro bezifferte, sondern aufgrund der Tatsache, dass man bei der Außenanlage nicht soviel Eigenleistung wie erhofft erbringen konnte, weil man dazu entsprechende Fachleute und Werkzeuge benötigte. Als Geschenk hatte er eine Massagebank mitgebracht.
Helmut Maier übergab im Namen des Stadtverbands der Lorcher Turn– und Sportvereine ein Geldgeschenk für die Jugendarbeit.
 

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