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» Sport | Montag, 31. Mai 2010

Fußball, Oberliga: FC Normannia Gmünd verliert das letzte Saisonspiel in Walldorf mit 1:2 /​Zur Pause lag der FCN noch 1:0 vorn

Gut gespielt und dennoch knapp verloren, so könnte das Fazit der Spieler und mitgereisten Sympathisanten des FC Normannia Gmünd am letzten Spieltag in Walldorf lauten. Goalgetter Beniamino Molinari zeigte sich mit seinem Tor in der 15. Minute von seiner technisch besten Seite und konnte sein 21. Saisontor erzielen. Von Henning Krischke

Auch Walldorfs Trainer Roland Dickgießer zollte der Qualität „Marke Tor des Monats“ im Anschluss an das Spiel seinen Respekt. Gereicht hat es leider nicht zu Punkten in Walldorf oder zum Titel Torschützenkönig. Stefan Vogler war der Spielverderber mit seinen drei Toren im Spiel seines Bahlinger SC.
Nach einem kleinen Verabschiedungsmarathon beim FC Astoria Walldorf konnten die Spieler unter dem Schiedsrichter der Partie Neuffer in das letzte Oberliga-​Spiel der Saison gehen. Vor 350 Zuschauern, die im letzten Spiel mit freiem Eintritt und Freibier nach dem Spiel zum tollen Saisonergebnis belohnt wurden. Von Beginn sahen die Zuschauer und Trainer ein munteres und schnelles Spiel. Beide Mannschaften wollten sich mit einem dreifachen Punktgewinn in die Sommerpause verabschieden, der FCN konnte in den ersten Spielminuten durch eine konzentrierte Leistung in der Defensive überzeugen. Strittig war die Situation in der zweiten Minute im Strafraum von Torspieler Hillenbrand des FC Astoria Walldorf. Die Normannia reklamierte zu Recht ein Handspiel des Walldorfer Abwehrspielers — leider sah das Schiedsrichterteam kein Handspiel. Dennoch war der FCN bemüht am Drücker zu bleiben und so konnte Molinari mit einer Bogenlampe aus 35 Metern der Marke „Tor des Monats“ seinen 21. Saisontreffer erzielen.
Der Gastgeber zeigte sich aufgrund des Tores ein wenig geschockt und benötigte einige Minuten, um wieder ins Spiel zu kommen. Die Mannschaft von Trainer Lothar Mattner überzeugte in dieser Spielphase durch eine gute taktische Arbeit und konsequenten Einsatz der Defensivspielern.
In der 28. Minute musste Stöppler verletzungsbedingt ausgewechselt werden, Catizone durfte seinen angestammten Platz auf der Außenbahn einnehmen. Viele Szenen konnten von ihm initiiert werden. Die Zuschauer konnten viele spannende Szenen beobachten, in der 36. Minute konnte Walldorfs Löbich sich durch die Abwehr spielen. Lediglich Simon Fröhlich konnte ihn mit einem Foul vor dem eigenen Strafraum stoppen. Beim anschließenden Freistoß konnte Torspieler Gruca mit einer Großtat den Ausgleich vermeiden. Walldorf-​Trainer Dickgießer versuchte in der 42. Minute seine Mannschaft aufzuwecken, in dem er seiner Mannschaft die Frage „sind wir denn im Kindergarten?“ stellte.
Mit dem knappen Vorsprung konnten die Gmünder Normannen den Weg in die Halbzeitkabine antreten. In der Halbzeit schien Trainer Dickgießer seine Mannschaft deutlich besser eingestellt zu haben. In der 49. Minute zeigte die Walldorfer Mannschaft eine tolle Kombination durch das Gmünder Mittelfeld. Daub konnte mit einer kleinen Unachtsamkeit der Gmünder Defensive eine maßgerechte Flanke auf den eingewechselten Ozan den Treffer einleiten. Torspieler Gruca war machtlos gegen den platzierten Kopfball und der Gastgeber konnte den verdienten Ausgleich vermelden. Die Normannia ließ dennoch nicht locker und konnte in der zweiten Halbzeit einige gute Chancen vor allem durch ihren Torjäger verzeichnen. Leider war am Torspieler Hillenbrand bis auf das Tor in der 15. Minute kein Durchkommen, auch am eingewechselten Torspieler Trautmann scheiterten die Gmünder. In den Folgeminuten wurde das Spiel hektischer und das Schiedsrichter-​Gespann war gefordert. In der 67. Minute kam das unvermeidliche für die Gmünder Normannia. Julian Jaizaj erzielte den zweiten Treffer für den FC Astoria Walldorf. Durch eine schnelle Kombination durch das Gmünder Mittelfeld konnte der FC Astoria den Ball an die Außenlinie bringen. Erneut musste sich Gruca durch einen Kopfball geschlagen geben.
Im Anschluss an das zweite Tor ließen die Spieler von Trainer Dickgießer nicht locker und verzeichneten weitere gute Chancen, doch Torspieler Gruca zeigte sein ganzes Können.
In der 79. Minute war es erneut Julian Jaizaj der die Gmünder Defensive durcheinander wirbelte und in Mathias Gruca seinen Meister fand. Keine Minute später war die Gmünder Offensive erneut vor Walldorfs Trautmann zu finden. Durch eine tolle Kombination von Bergheim und Molinari konnte der eingewechselte Tolbert in Szene gesetzt werde, leider war Torspieler Trautmann den einen Schritt schneller.
Auch in der 85. Minute war es erneut Stani Bergheim, der Tolbert in Stellung bringen konnte, aber auch in dieser Situation war die Walldorfer Defensive in der Lage den Ball zu klären. Eine Minute später konnte Molinari freigespielt werden. Unverständlicherweise für das Gmünder Publikum wurde hier eine Abseitsentscheidung getroffen Auch in der 88. Minute war ein Aufreger zu verzeichnen. Walldorfs Abwehrspieler Daub konnte einen Freistoß mit der Hand klären, leider war auch in dieser Situation kein Pfiff zu hören. So war es Beni Molinari vergönnt, die letzte Situation im Spiel zu haben. Daub konnte Molinari vor dem Strafraum gerade noch mit einem Foul stoppen. Der anschließende Freistoß wurde von Walldorfs Defensive geklärt, Glück konnte den Ball zwar noch erreichen, seine Flanke ging übers Tor.
Fazit des Spiels: Gut gespielt und dennoch verloren. Der Gastgeber FC Astoria Walldorf festigte seinen zweiten Tabellenplatz und wird in der neuen Saison sicherlich als einer der Topfavoriten angesehen werden müssen. Die Gmünder Normannen zeigten sich unisono zufrieden mit der abgelaufenen Saison.
FC Astoria Walldorf: Hillenbrand (58. Trautmann)- Mühlbauer (46. Ozan), Söder, Daub, Weimer, Groß (69. Hiller), Jaizaj, Hofmann, Löbich, Kretz, Stenzel.
FC Normannia Gmünd: Gruca — Bergheim, Kasunic, Mangold (70. Tolbert), Greco (70. Faber), Molinari, Glück, Stöppler (28. Catizone), Fröhlich, Molner, Leichtle.
Schiedsrichter: Jens Neuffer (Rutesheim)
Zuschauer: 350
 

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