Gestern hatten die Debler-Familien wieder zum Dreifaltigkeitsfest eingeladen
Das Dreifaltigkeitsfest der Gmünder Debler-Familien scheint immer unter einem guten Stern zu stehen. Denn mag vorher das Wetter auch mies sein, beim Festtag am Rande der Stadt vor der kleinen Dreifaltigkeitskapelle an der Dominikus-Debler-Straße scheint fast immer die Sonne.
SCHWÄBISCH GMÜND (kos). Auch gestern, beim nun schon
26. Dreifaltigkeitsfest, blieb der Regen weitgehend aus, so dass die Debler-Familien die „Wallfahrer“ wieder mit Kaffee und anderen Getränken sowie mit selbst gebackenen Kuchen, Grillwürsten und belegten Broten bewirten konnten. Und wieder kamen ab dem frühen Morgen viele, um das kirchliche Kleinod mit dem großen Altarbild, das wieder vor der Kapelle aufgestellt wurde, zu besuchen. Am Nachmittag hielt Münsterpfarrer Robert Kloker eine feierliche Andacht, die vom Kirchenchor St. Michael (Weststadt) unter der Leitung von Jutta Peschke und dem Neckarsulmer Organisten Gunther Debler sowie vom Trompeter, Stadtkapellmeister Dietmar Spiller, musikalisch umrahmt wurde. In seiner Ansprache lenkte Münsterpfarrer Kloker den Blick auf das große Altarbild, das von Pfarrer Johannes Debler im Jahre
1893 gemalt wurde und das auf anschauliche Weise die Gründungslegende der Kapelle vom Jahre
1693 erzählt. Nun kann auch die Geschichte um ein weiteres Ereignis ergänzt werden, denn als ein mächtiger Windstoß das große Bild vor der Kapelle mit lautem Getöse umstieß, blieb dieses doch unbeschädigt. Mit Trompetenklang hatte Dietmar Spiller die Andacht am Nachmittag mit dem Gospel „Battle of Jericho“ eröffnet, bevor Münsterpfarrer Robert Kloker die vielen Gäste zum Fest begrüßte, das traditionsgemäß im Zeichen der Heiligen Dreifaltigkeit stand. In Liedern, Gebet und Texten wurde dann dem Geheimnis der Heiligen Dreifaltigkeit nachgespürt. Das geschah an Hand des Epheserbriefes über das Geheimnis des Vaters, der uns erwählt und zu dem wir durch Jesu Zugang hätten. Im Kolosserbrief wurde das Geheimnis des Sohnes deutlich, der für uns alle da sein wolle. Das Geheimnis des Heiligen Geistes ging dann aus einem Text des Johannes-Evangeliums hervor. Er sei der Geist der Wahrheit, der Leben schenke. Zum Dreifaltigkeitsfest sprach dann auch Oberbürgermeister Richard Arnold ein Grußwort, in dem er das Fest als ein Symbol für die Gemeinschaft herausstellte. Sein Dank galt den Debler-Familien, die dieses Fest jedes Jahr und nun schon zum
26. Male ausrichten. Auch Werner Debler, der Sprecher der Debler-Familien, wandte sich an die vielen Besucher, die er zu weiterem Verbleiben nach der Andacht animierte, sei doch der Erlös für den Salvator und den Kinderschutzbund gedacht. Auch dankte er den vielen Deblers und den anderen Mitwirkenden, die jedes Jahr helfen, dass das Fest stattfinden kann.
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