Die 50-jährige Ingrid Hofmann aus Korb wird als Nachfolgerin von Dr. Reinhard Nowak Leiterin der Gmünder Volkshochschule
m Herbst, spätestens aber zum Jahreswechsel, geht an der Gmünder VHS eine Ära zu Ende: Dr. Reinhard Nowak tritt nach 23 Jahren in den Ruhestand. Gestern wurde seine Nachfolgerin Ingrid Hofmann offiziell vorgestellt. Von Manfred Laduch
SCHWÄBISCH GMÜND. Ingrid Hofmann ist
50 Jahre alt und kommt aus Korb. Sie ist Diplompädagogin mit den Schwerpunkten Erwachsenen– sowie Gesundheitsbildung und derzeit Geschäftsführerin des „Hauses der Familie“ in Heilbronn. Zuvor war sie fünf Jahre Fachbereichsleiterin an der Familien-Bildungsstätte Waiblingen und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Waiblingen.
Hofmann war häufig als Dozentin tätig, so zum Beispiel an der
VHS Unteres Remstal. Auf lokaler, regionaler und landesweiter Ebene hat sie in Vorstandsgremien mitgewirkt und war unter anderem Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbauftragten im Städtetag Baden-Württemberg.
Die Vorstellung übernahm Gmünds Erster Bürgermeister Joachim Bläse. Er wies auf das tolle Bewerberfeld hin, das der erweiterte
VHS–Aufsichtsrat nach der Ausschreibung der Leitungsstelle vorgefunden habe. Deshalb habe man sich auch sehr intensiv mit dieser wichtigen Personalfrage beschäftigt: Zwei Tage lang dauerten die Vorstellungsgespräche der am Ende übrig gebliebenen zehn Kandidatinnen und Kandidaten.
Bläses Komplimente und Dank galten Reinhard Nowak, der mit seinem Team die Volkshochschule Gmünd so gut aufgestellt habe, dass das Leitungsamt bei so vielen und so guten Leuten Interesse hervorgerufen habe. Gemeinsam mit Ingrid Hofmann wolle man sich in Zukunft der Frage stellen, wo man noch besser werden könne.
Ingrid Hofmann bedankte sich beim erweiterten Aufsichtsrat für das Vertrauen. Obwohl sie mitten in ihrer Arbeit in Heilbronn sei, habe sie die Rückkehr ins Remstal sehr gereizt. Schwäbisch Gmünd sei eine wunderschöne Stadt, die mit ihren Pfunden wuchern könne. Sie sehe sich selbst als „Netzwerkerin mit Leib und Seele“. Ihr besonderes Interesse gelte der niederschwelligen Arbeit mit Benachteiligten, wie zum Beispiel Migranten oder Menschen aus bildungsfernen Schichten.
Diese Einstufung gefiel Bürgermeister Ottmar Schweizer (Mögglingen), der Hofmann als Vorsitzender des Gmünder Bürgermeister-Sprengels mit seinen vielen
VHS–Außenstellen „in Stadt und Land“ willkommen hieß. In der Tat müsse Hofmann in der Volkshochschule „das Netzwerk der Satelliten mit dem Kernplanet“ gut verbinden.
Dr. Reinhard Nowak erklärte, er sei froh, dass die frühe Entscheidung für Planungssicherheit bei der
VHS sorge. Seine Amtszeit ende zwar offiziell zum
30. September, er könne aber einspringen, wenn die von Bürgermeister Bläse angekündigten Verhandlungen mit Hofmanns bisherigem Arbeitgeber deren Start in Gmünd erst zum
1. Januar möglich machen sollten.
Noch keine Kommentare vorhanden.