Gestern fand die Verpflichtung und Amtseinsetzung von Bürgermeister Klemens Stöckle in Iggingen statt
Gestern begann die dritte Amtszeit von Iggingens Bürgermeister Klemens Stöckle. Es war zugleich der Tag seiner Amtseinsetzung und Verpflichtung, die aufgrund der hohen Wahlbeteiligung im Rahmen einer Bürgerversammlung im Bürgersaal stattfand. Von Nicole Beuther
IGGINGEN. Seine Erwartungen an die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl am
7. Februar seien nicht klein gewesen, sagte Bürgermeister Klemens Stöckle. Und doch habe er mit
50,
8 Prozent nicht gerechnet. Gestern dann hat er, so schien es, nicht damit gerechnet, dass es so viele Bürger sein werden, die bei seiner Amtseinsetzung und Verpflichtung dabei sein wollen. Die Stühle im Bürgersaal des Gemeindezentrums reichten bei weitem nicht aus.
„Iggingen mit Schönhardt und Brainkofen ist etwas Besonderes“, brachte es Karl Greßler, Erster Stellvertretender Bürgermeister, auf den Punkt. Das habe man an der hohen Wahlbeteiligung gesehen. Greßler kam auf das Erreichte in den vergangenen acht Jahren zu sprechen, unter anderem die Sanierung der Grundschule, die Renovierung der Gemeindehalle, der Anbau des Bürgersaals und das Gewerbegebiet Brainkofen.
Greßler sprach von einem fähigen Bürgermeister, der für alle stets ein offenes Ohr habe. Stöckle habe immer mit viel Engagement und Sachkenntnis sehr gute Arbeit geleistet. Als Beispiel nannte der Erste Stellvertretende Bürgermeister die Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von
190 Euro. Nicht die Pro-Kopf-Verschuldung, sondern die Sicherheit des Kopfes ihres Bürgermeisters hatte das Geschenk des Gemeinderates zum Inhalt — so bekam der leidenschaftliche Radfahrer Stöckle nach der Verpflichtung durch Greßler einen Fahrradhelm überreicht. Sollte er, was man nicht hoffe, einmal stürzen, erklärte Greßler, der schmunzelnd hinzufügte: „Damit er keinen Dachschaden kriegt.“
Landrat Klaus Pavel freute sich über die vielen Bürger, die zur Amtseinsetzung gekommen waren. Die Teilnahme an der Bürgerversammlung sei ein Zeichen der Anerkennung. Auch bei der Bürgermeisterwahl habe Stöckle ein hohes Maß an Vertrauen und Zuspruch bekommen, was in der heutigen Zeit schon etwas außerordentliches sei. Pavel lobte die gute Infrastruktur und das stark ausgeprägte ehrenamtliche Engagement in Iggingen. Die Gemeinde gehöre im Ostalbkreis auch zu den Gewinnern, was die Einwohnerzahl angehe, machte Pavel auf eine aktuelle Statistik zur Zu– bzw. Abnahme der Einwohnerzahl in einer Kommune aufmerksam. In Zukunft würden Fragen wie „Wie ist die Stimmung in der Gemeinde?“, „Wie kann man sich gegenseitig helfen?“ wichtig sein, so Pavel. Erfolg werde nicht an dem gemessen, was investiert werde. In Iggingen sei es ihm um die Zukunft nicht bange. Hier gebe es einen Gemeinderat, „der stark pro Iggingen arbeitet“. Und auch die Vereine würden stark eingebunden. „Wir freuen uns, diesen Weg fortsetzen zu können“, sagte auch Peter Klaus, der als Vertreter der Vereine sprach. Bürgermeister Stöckle bedankte sich nochmals für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und blickte zufrieden auf die vergangene Amtsperiode zurück: „Es macht einen glücklich, wenn man zurückblickt und sieht, was geschaffen wurde.“ Er sei sich sicher, dass sich Iggingen auch weiterhin positiv entwickeln werde.
„Bis hierher und gerne weiter“, sei sein Wahlmotto gewesen. Das Fundament, ein starker Gemeinderat, gute Mitarbeiter und Vereine sowie zahlreichen engagierten Bürgern, sei vorhanden. „Wir sind auf einem guten Weg“, so Bürgermeister Klemens Stöckle.
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