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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 04. Mai 2010

Kinderspielfest mit Maibaum-​Stellen im Gmünder Jugendhaus am Fünfknopfturm

Die Kinderspielfest-​Reihe im Jugendhaus hat’s in sich. Dieser Tage wurde ein Maifest gefeiert, das unbestritten als Höhepunkt in die Geschichte dieser ureigenen Gmünder Veranstaltungsreihe eingehen wird. Zudem hat das Jugendhaus jetzt einen Maibaum.

SCHWÄBISCH GMÜND (sv). „Hauruck! Feste ziehen! Die Schwalben nachsetzen! Und wieder ziehen: Hauruck!“ Absolute Konzentration. Aufs Kommando hören. Nerven behalten. „Juhu! Er steht!“ Jetzt kann nichts mehr passieren. Die Eigendynamik und seine Schwerkraft wurden besiegt. Der Jugendhaus-​Maibaum steht. Welch ein Triumph. Oben am Gipfel weht natürlich die Jugendhausfahne
Zu diesem Zeitpunkt ging das Kinderfest mit dem Aufstellen des Maibaums vor Kurzem im Gmünder Jugendhaus bereits seinem Ende entgegen. Jetzt war es noch wichtig, den Stamm zu verkeilen. Während die letzten Wappenmaler ihre kreativen und symbolischen Kunstwerke vollendeten, beschäftigten sich ein paar große Jungs mit einer Fichtenstangen-​Rahmenkonstruktion, wo am Schluss endlich die mit Dispersionsfarben gestalteten 44 Wappen aufmontiert werden konnten.
Aber das „Halligalli“ ging natürlich schon viel früher los. Besseres Mai-​Baum-​Wetter konnten sich die Macher des Jugendhaus-​Kinderspielfests nicht wünschen. Ja, es war ein Open Air, bei dem nichts fehlte, darin waren sich alle einig. Dabei hatten die Organisatoren vor allem auf Traditionelles zurückgegriffen. Wer wollte nicht beim Holzbock-​Sägen seine Schnelligkeit und Geschicklichkeit demonstrieren? Oder beim „Nagel-​Neischlaga“? Oder seinen Partner beim Sackdreschen mit aller Wucht vom „Pferd“ herunterplumpsen sehen. Ohne „Aua“ freilich; am Boden lagen schließlich weiche Matten. „Jetzt aber ein Apfelsaftschorle.“ Und hinten im Jugendhausgarten, dort wo das Feuer qualmte, waren keine Ritter mit Lanzen zu finden, wohl aber zehn lange Haselnussstangen, die am vorderen Ende mit Hefeteig ummantelt waren: Sie dienten als einfaches Arbeitsgerät für ein knuspriges Stockbrot am Lagerfeuer.
Die DJ-​AG sorgte für entsprechenden Frühlingssound unter freiem Himmel. Und dann natürlich die Sache mit dem Maibaum. Ein seltener Anblick. Mit eigener und vereinter Muskelkraft und traditionellen, einfachen Arbeitsmitteln, wie Fichtenstangenschwalben und Seil, und natürlich dem entsprechenden „Know– how“ stellte das gesamte Team den Maibaum. Die Daten: neuneinhalb Meter Gesamtlänge; das Durchschnittsalter der Kinder war neuneinhalb Jahre.
Die Jugendhaus-​Kinderspielfest-​Reihe ging mit dem „Mai Oh Mai“-Event zu Ende und startet nach den Sommerferien neu durch. Zusätzlich gibt es am 10. Juni noch ein ganz großes Sommerfest für Jung und Alt gleichermaßen.
 

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