a.l.s.o. bietet Coaching für Arbeitslose an: Vermittlungsgutscheine gibts bei der Arbeitsagentur
Die beiden helfen seit vielen Jahren anderen bei der Arbeitssuche: In den Räumen der a.l.s.o. am Münsterplatz bieten Karin Schwenk und Michaela Gatter ein „Coaching“ an, das unter anderem für die Arbeit mit Spitzensportlern entwickelt wurde.
SCHWÄBISCH GMÜND (rz). Sie ist arbeitslos, seit längerem; sie sagt Dinge wie „Ich glaube, in diesem Leben gibt es keinen Platz, wo ich hinpasse“. Sie ist erschöpft, traurig, sie schläft kaum, hat furchtbare Angst – davor, nichts zu tun, mehr noch davor, das falsche zu tun. In diesem Zustand, sagt Karin Schwenk, die sich der Frau angenommen hat, ist ihre Klientin kaum arbeitsfähig.
In den vergangenen
20 Jahren, in denen sie durchgängig mit langzeitarbeitslosen Menschen zu tun hatte, hat sich Karin Schwenk eine ganze Reihe von Strategien und Angeboten erarbeitet, um anderen zu helfen Arbeitslosigkeit zu bewältigen bzw. wieder Fuß zu fassen in der Arbeitswelt. Wie immer bei der Jobsuche geht es bei ihrem Coaching um Unterstützung bei Bewerbungen, um aktive Vermittlung, vor allem aber werden „Strategien zur Selbstberuhigung und Selbststeuerung“ erarbeitet: Die Teilnehmer lernen, in dieser mit enormem Druck verbundenen Lebenssituation, bewusster auf sich zu achten. Dabei werden, so Schwenk, Techniken genutzt, die ursprünglich für das Mentaltraining von Spitzensportlern entwickelt wurden, außerdem setzt sie auf PEP, eine Weiterentwicklung der alten „Klopftechniken“, die Akupunkturpunkte nutzen, um den Körper zu beruhigen, und die dabei helfen sollen, störende Gedanken und belastende Gefühle zu verändern. Nach einem entsprechenden Fachbuchartikel wurde Karin Schwenk vom Verlag für ein Buchprojekt zum Thema Arbeitssuche angefragt; so sucht sie jetzt also Menschen mit unterschiedlichsten Ausgangssituationen, die an ihrem Coaching teilnehmen und — natürlich anonym — dessen Wirksamkeit erproben sollen. Zusätzlich gibt’s die Gesundheitsberatung „Job Fit“ des BKK Bundesverbandes, Präventionsskurse („Und keiner kann’s glauben – Stressfaktor Arbeitslosigkeit“) sowie „aktivierende“ Aktionen wie Radfahren und Nordic Walking. Der Körper, so sagen die
a.l.s.o.–Fachfrauen, weiß als erster, wenn etwas nicht stimmt.
„Beschäfigungsfähigkeit fördern“ steht bei diesem Coaching über allem, und dazu sollen Kopf, Herz und Bauch zusammenwirken. Menschen lernten viel zu wenig darüber, wie sie sich selbst helfen können, müssten erst wieder lernen, auf sich einzuwirken und sich und ihrem Körper Sicherheit zu geben. Es macht den beiden Frauen Freude, andere zu motivieren, ihnen dabei zu helfen Stärken zu sehen und auszubauen – „Elternkompetenz“ etwa könne durchaus aufs Berufsleben transferiert werden
Derzeit verhandeln Karin Schwenk und Michaela Gatter über weitere Möglichkeiten, ihr Angebot mehr Menschen zugänglich zu machen. Zur Finanzierung dieses Coachings kann nach sechswöchiger Arbeitslosigkeit ein Vermittlungsgutschein der Agentur für Arbeit genutzt werden – in diesem Fall wird das Coaching-Team nur bezahlt, wenn die Vermittlung in ein Arbeitsverhältnis gelungen ist.
Ein aktueller Flyer zu diesem Angebot, das sich auch an Selbstzahler richtet, liegt unter anderem bei der Agentur für Arbeit aus. Weitere Informationen unter Telefon
0 71 71 87 66 11 –
2.
Kommentare
Neuen Kommentar hinzufügenAchtung: Laßt Euch von den Truppenteilen kein Geld abknöpfen, wenn Ihr einen solchen Vermittlungsgutschein habt. Dann sind nämlich per Gesetz alle Leistungen inklusive. Mit den gesetzlichen Regelungen scheinen die sich aber überhaupt nicht auszukennen, sonst hätten die nicht was von 6 Wochen geschrieben.
Ganz allgemein: Vorsicht immer vor Neppern, Schleppern, Bauernfängern!