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» Ostalbkreis | Donnerstag, 06. Mai 2010

Baubeginn des Kreisverkehrs an der Mutlanger Nordumfahrung /​Nördliche Spraitbacher Straße gesperrt

Der Baubeginn am Wochenanfang überraschte viele Verkehrsteilnehmer, die von Norden her nach Mutlangen wollten. An der Einmündung der Spraitbacher Straße in die Nordumfahrung entsteht in den nächsten zwei Monaten ein großer Kreisverkehr.

MUTLANGEN (rw). Nach Mutlangen hinein kommt man aus Richtung Norden jetzt nur noch über die B 298, Ausfahrt Wetzgau /​Stauferklinikum, über Mutlangen-​Süd (B 298/​Gmünder Straße) oder über die Nordumfahrung bis zum Kreisverkehr zwischen Lindach und Mutlangen und dann zurück über die Lindacher Straße.
Auch die Buslinien sind von der Sperrung betroffen: Nicht mehr angefahren werden die beiden Haltestellen in der Spraitbacher Straße namens Adler und Bürglesrain. Bis zum Wohngebiet Schollenäcker /​Bürglesrain und zu den Supermärkten ist die Spraitbacher Straße offen.
Das wird die nächsten zwei Monate so bleiben. Der neue Kreisel geht voraussichtlich erst am Montag, 5. Juli in Betrieb, wenn die Baumaßnahme sehr gut läuft, dann eine Woche früher. Am letzten Juniwochenende oder ersten Juliwochenende wird auch die Nordumfahrung völlig gesperrt, wenn der Kreisverkehr seinen Endbelag erhält.
Der neue Kreisverkehr in der Nähe der Jet-​Tankstelle steht in Zusammenhang mit dem derzeit entstehenden Gewerbegebiet Breite-​Nord. Einer seiner fünf Arme führt in dieses. Die vier anderen bedienen die Nordumfahrung in Ost-​West-​Richtung sowie die Spraitbacher Straße in Richtung Süden (Mutlangen innerorts) und zur Tankstelle sowie zum Autohaus.
Zwei Monate Bauzeit für einen Kreisverkehr? Das scheint sehr reichlich bemessen. Andererseits ist einiges zu tun: Der neue Kreisel, geplant vom Ingenieurbüro LK&P, hat einen Außendurchmesser von 43 Metern, der Innendurchmesser beträgt 30 Meter, die Fahrbahnbreite im Kreisverkehr 6,5 Meter. Ringsum ist er laut Bauleiter Ricky Winter von einem 2,25 Meter breiten Geh– und Radweg umgeben. Bis auf die Zufahrt zur Tankstelle, deren Breite nicht ausreicht, erhalten alle Äste Querungshilfen. Allein die asphaltierte Verkehrsfläche beträgt 2200 Quadratmeter — so viel wie die Fahrbahn im neuen Gewerbegebiet.
Der Kreisverkehr greift auch in die im Zuge der neuen B 298 als Ausgleichsmaßnahme angelegte Streuobstwiese ein. Es wird unter Verkehr gebaut. Zu verlegen und zu beachten sind dabei bestehende Falleitungen vom Wasserhochbehälter sowie ein Starkstromkabel der EnBW. Neu anzulegen ist die Entwässerung und die zugehörigen Mulden. Kabelleerrohre, Bordsteine, Beleuchtung, Beschilderung und deren Fundamente kommen hinzu, dito der Einbau von Verkehrsinseln samt Pflasterung. Zunächst wird die südliche Hälfte des Kreisels gebaut, die nördliche gestaltet sich schwieriger, weil dabei in den Straßenraum der Nordumfahrung eingegriffen wird. Die Kosten, einschließlich Ingenieurleistungen, Beschilderung und Markierung belaufen sich auf 350 000 Euro — zu schultern von der Gemeinde Mutlangen im Zuge der Erschließung des neuen Gewerbegebiets.
In nächster Zeit will sich der Gemeinderat auch Gedanken darüber machen, wie der Kreisel am Ende gestaltet wird. Dafür gibt es drei Vorschläge, einer davon sieht die Aufstellung einer Stahlskulptur vor, die vor Jahren schon den Oststadt-​Kreisel an der Buchauffahrt in Schwäbisch Gmünd zierte.
Der neue Knotenpunkt soll leichter zu befahren sein als die bisherige. Ricky Winter verweist auf den ähnlich dimensionierten Kreisverkehr bei Brainkofen, der die dortige Situation entschärft hat. In der Tat war die vor fünf Jahren gebaute Anbindung der Nordumfahrung an die Spraitbacher Straße einigermaßen unfallträchtig, die Fülle der Verkehrsbeziehungen brachte manchen Verkehrsteilnehmer in Schwierigkeiten.
Andererseits folgt bereits 100 Meter westlich die nächste Ampel an der Einmündung der Nordumfahrung in die B 298. Nach Auffassung vieler wäre ein großer Kreisverkehr an dieser Stelle sinnvoll gewesen. Dies jedoch lehnte der Bund beim Bau der Westumgehung vor fünf Jahren ab, obwohl sich auch MdB Norbert Barthle für eine solche Lösung eingesetzt hatte. Die Begründung damals: Der Bund komme nicht für die Lösung eigener Verkehrsprobleme Mutlangens auf.
Jetzt holt man’s auf diese Weise gleich nebenan nach.
 

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