Peter Seyfried wurde gestern für seine vierte Amtsperiode als Bürgermeister wiederverpflichtet
Seit gestern hat Peter Seyfried eine Amtskette. Warum? Weil er seit 24 Jahren OB von Mutlangen ist. „Onser Bürgermeister“, wie Rose Gaiser, Leiterin des Kindergarten Don Bosco, erklärte. Von Nicole Beuther
MUTLANGEN. Die schöne Geste der Kindergartenkinder sorgte für viel Applaus unter den zahlreich erschienenen Gästen. Auch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold, Altbürgermeister Heinz Hartmann und einige Amtskollegen aus den umliegenden Gemeinden waren ins Pfersbacher Dorfgemeinschaftshaus gekommen.
So konnten sie gleich eines von vielen Projekten begutachten, das während der Amtszeit von Bürgermeister Peter Seyfried umgesetzt wurde. Zurecht beschrieb Werner Kurz, Stellvertretender Bürgermeister von Mutlangen, die vergangene Amtsperiode als eine Umsetzungs– und Umbauphase. Als Beispiel nannte er auch die Ortsumgehung, die Erschließung von Wohngebieten sowie den Umbau und die Erweiterung der Gemeindehalle. Kurz dankte Seyfried für dessen Bereitschaft, weiterhin als Bürgermeister für die Gemeinde Mutlangen bereitzustehen und wünschte Gesundheit, Kraft und vor allem Treffsicherheit, was Entscheidungen angehe.
Landrat Klaus Pavel sprach von einem tollen Wählervotum — so hatte Seyfried ja
1840 Stimmen erhalten —
98,
87 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von
40 Prozent. „In diesem Ergebnis liegt sehr viel Vertrauen“, so Pavel. „Vertrauensbasis bedeutet, Vertrauen empfangen und Vertrauen geben.“ Der hohe Zuspruch sei das Ergebnis von Seyfrieds konsequenter und kontinuierlicher Arbeit.
Pavel erinnerte auch an die, alles andere als einfache, erste Amtsperiode von Peter Seyfried, der
1986 (zuvor war er neun Jahre Bürgermeister in Merklingen/Alb-Donau-Kreis) das Bürgermeisteramt in Mutlangen übernahm. Für einen jungen Bürgermeister sei die Gemeinde zum damaligen Zeitpunkt eine große Herausforderung gewesen, erinnerte Pavel an die Zeit der Pershing-II-Raketen und an die großen Friedensdemonstrationen in Mutlangen. Weiter lobte Pavel Seyfried als den erfahrensten Kommunalpolitiker im Ostalbkreis. Er habe unglaublich viele und richtige Akzente gesetzt. In den vergangenen Jahren sei sichtbar viel umgesetzt worden. Die Westumfahrung sei ein langer und gewaltiger Kampf gewesen, letztlich jedoch, auch durch den Fleiß des Bürgermeisters, umgesetzt worden. Beeindruckend sei auch, wie früh Seyfried das Thema Bildung erkannt habe. Als Beispiele führte er den Bau der Mensa in der Realschule und das Franziskusgymnasium an, das Seyfried „an Land gezogen hat“. Hier, so Pavel, sei eine Lücke geschlossen und ein Bildungsangebot geschaffen worden. Hoch geachtet werde auch die Qualität der Gemeinde. Zählte Mutlangen bei Seyfrieds Amtsantritt
1986 5000 Einwohner, sind es nun
6500.
In Mutlangen gebe es bemerkenswerte und große Einrichtungen, „beim Stauferklinikum ist es eine große Freude, wie stark Sie sich einbringen“.
Auch Staatssekretär
Dr. Stefan Scheffold sprach die „hervorragende Entwicklung“ der Gemeinde an. An die Bürger gerichtet sagte er: „Es freut mich, dass Sie einen erfahrenen, bewährten und guten Bürgermeister gewinnen konnten.“ Die Harmonie zwischen Peter Seyfried und den Bürgern sei spürbar. Voll des Lobes waren auch die Kirchengemeinden. Pfarrer Frank Möhler lobte vor allem Seyfrieds Integrationsfähigkeit und Weisheit und freut sich nun, dass das Gute, das in
33 Jahren geschaffen worden sei, nun weitergeführt werde. Es sei etwas wertvolles und wichtiges, dass ein Bürgermeister lange in einer Gemeinde bleibe.
Anschließend bekam „Onser Bürgermeister“ seine Amtskette. Realschulkonrektor Peter Fiebig hatte jeweils einen Schüler der Realschule, der Sprachheilschule und der Grundschule sowie eine Schülerin der Verbandshauptschule und ein Kind aus dem Kindergarten Don Bosco mitgebracht. „Danke“ ergaben die fünf Buchstaben, die sie nacheinander in die Höhe reckten. „Sie sind ein Mann, der sich kümmert, ein Mann, der da ist“, lobte Fiebig das Engagement des Bürgermeisters. Danke sagte auch, stellvertretend für die örtlichen Vereine, Rainer Wagenblast. Seyfried habe immer ein offenes Ohr. Und wenn ein Vorhaben nicht gleich umgesetzt werden könne, dann heiße es stets: „Nur aufgeschoben, nicht aufgehoben.“
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