Dieser Bauzeitenplan im Poster-Format für Landesgartenschau und Stadtumbau wird bis 2014 die Kommunalpolitik bestimmen
Um den komplizierten „Fahrplan“ für alle Baumaßnahmen im Zusammenhang mit Landesgartenschau und Stadtumbau überhaupt lesbar zu machen, hat ihn die Stadtverwaltung als 60 auf 85 Zentimeter großes Poster drucken lassen. Dieser Bauzeitenplan wird in den nächsten vier Jahren einen Großteil der kommunalpolitischen Beratungen und Entscheidungen bestimmen.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Das Gartenschau-Poster mit seinen verwirrend vielen bunten Balken wurde am Mittwoch im Bau– und Umweltausschuss erstmals auch öffentlich präsentiert. Vermutlich dürfte es alsbald die Büros von allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung und besonders natürlich der Stadträte zieren.
In ihren begleitenden Worten schulten Oberbürgermeister Richard Arnold, Baubürgermeister Julius Mihm und Tiefbauamtsleiter Jupp Jünger nicht nur den Umgang mit diesem Bauzeitenplan, sondern sie hoben auch die Bedeutung dieses Papiers hervor. Es sei Ausdruck eines „Mammutwerks“, welches die zuständigen Rathaus-Mitarbeiter jetzt schon geleistet hätten und zusammen mit den Ratsmitgliedern bis
2014 noch leisten werden, so fasste OB Richard Arnold zusammen. Er und Bürgermeister Mihm unterstrichen wiederholt ihren Appell, wonach es sich nun um eine festgezurrte Chronologie von Baumaßnahmen handle, die überwiegend auch sehr dicht aufeinander abgestimmt bzw. angewiesen seien, daher jetzt nicht mehr durcheinandergewürfelt werden dürften, um nicht den gesamten Bauzeitenplan und damit das Jahrhundertprojekt Gartenschau/Stadtumbau in Wanken zu bringen.
Poetisch erklärte das Stadtoberhaupt: „Die Wahrheit ist jetzt konkret.“ Jetzt gehe es in und für unsere Stadt „Schlag auf Schlag“. Auf kritische Stimmen aus der Bevölkerung angesichts der Kahlschläge an Rems und Josefsbach eingehend, schwor Baubürgermeister Julius Mihm den Gemeinderat darauf ein: „Wir alle sind jetzt Fachleute. Lassen Sie uns Botschafter der Landesgartenschau mit ihrem grünen Siegel der Nachhaltigkeit sein. Mihm rief in Erinnerung, dass alle nun sichtbaren Eingriffe sowohl in den alten Baumbestand als auch in die Gewässer mit Naturschutzexperten abgestimmt worden seien. Alles, was jetzt durchgeführt werde, bringe besonders auch für die Zeit nach der Landesgartenschau „ein riesiges ökologisches Plus“ für Schwäbisch Gmünd. Rems und Josefsbach würden so naturnah gestaltet wie noch nie, was den Menschen, besonders auch der Tier– und Pflanzenwelt zugute komme. Jetzt in der Bauphase, so zeigt Mihm Verständnis, seien die Eingriffe und Umgestaltungsmaßnahmen „oft nicht einfach zu verstehen, müssen daher ständig erläutert werden.
OB Arnold kündigte wöchentliche Infospaziergänge für interessierte Bürger an. Im Rahmen eines ganztägigen Rundgangs für alle Stadträte werden die „Gartenschau-Botschafter“ bereits an diesem Samstag für diese Mission präpariert.
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