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Freitag, 07. Mai 2010
Handball, Frauen, Relegation zur Landesliga: Bei der HSG Lonsee-Amstetten soll morgen der Aufstieg perfekt gemacht werden
Die Bettringer Handballdamen reisen am morgigen Samstag zur alles entscheidenden Partie um den Landesligaaufstieg in die Aureinhalle nach Amstetten. Dort stehen sie ab 18 Uhr der HSG Lonsee-Amstetten im Rückspiel gegenüber. Von Axel Emele
Das Hinspiel endete
23:
23 und somit liegen die Vorteile – von der Papierform her gesehen – wohl eher bei den Gastgeberinnen. Beide Mannschaften haben sich in dieser Woche gewissenhaft auf das Spiel vorbereitet, wobei im Bettringer Lager die Devise galt: „Etwas weniger ist vielleicht manchmal mehr.“ Und so wurde die Trainingseinheit am Montag nicht in der Uhlandhalle abgehalten, sondern kurzerhand in die Limes-Thermen nach Aalen verlegt, wo alle Spielerinnen samt Trainer die geschundenen Körper und Seelen ein wenig baumeln lassen konnten, um neue Kräfte zu tanken. Und so konnte die Mannschaft am Mittwochabend dann ein wenig entspannt die letzte Einheit bestreiten. Das Hauptaugenmerk wurde dabei ein weiteres Mal auf Ballsicherheit und konsequentes Abschlussverhalten gelegt, da die
SG am vergangenen Sonntag insbesondere in Sachen Effizienz vor dem gegnerischen Tor deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben war. „Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist ausgesprochen gut und alle sind hochmotiviert. Wenn es uns gelingt, dass wir unsere Laufbereitschaft nochmals steigern und die Radien von Ute und Eva Konhäuser weiter einengen können, sind wir in Amstetten nicht völlig chancenlos. Allerdings müssen wir ganz klar erkennen, dass die Vorteile zunächst auf Seiten der HSG liegen. Aber für unsere Anhänger wollen wir nochmals alles geben und werden die letzten Reserven mobilisieren. Und falls es dann doch nicht klappen sollte, wird die Trauer zunächst sicherlich groß sein. Aber an die tollen Tage während der Relegationswochen werden wir uns so oder so noch lange Zeit gerne erinnern“, so der Coach.
Für das große Ziel kann Trainer Arnold Schurr wieder auf denselben Kader, wie in der Vorwoche zurückgreifen. Lediglich auf der Torhüterposition gibt es wieder eine Veränderung: Für Katrin Scherr darf Ira Jennewein im Wechsel mit Andrea Schurr zwischen die Pfosten. Jennewein feiert am Samstag ihren Geburtstag und dies wertet die Mannschaft als gutes Omen, da beim Rückspiel gegen Weilstetten mit Eva Bonath ebenfalls ein Geburtstagskind in ihren Reihen stand.
Sehr zufrieden zeigte sich HSG-Trainer Gerhard Bantleon rückblickend mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Bettringen, auch wenn er direkt im Anschluss an die Partie von einem verlorenen Punkt sprach. „Das Match hat gezeigt, dass eigentlich beide Teams die Stärke haben, um sich den entscheidenden Vorteil erkämpfen zu können. Wir waren von der fairen Spielweise, dem fachkundigen Publikum und der insgesamt sportlichen Haltung aller Beteiligten positiv überrascht. So lässt sich Handball auf besserem Niveau spielen und auch anschauen.“ Im Gegensatz zu seinem Pendant Schurr hat Bantleon an seinem Trainingsrhythmus nichts geändert und wie immer zwei Einheiten in dieser Woche absolviert. Seine Schwerpunkte lagen ebenfalls im Bereich des Abschlussverhaltens in Form von intensivem Wurftraining sowie den Gegenmaßnahmen für die zu erwartende kurze Deckung gegen Ute Konhäuser. Während sich seine wichtigste Akteurin aufgrund einer Schulterverletzung diese Woche in medizinische Behandlung begeben musste, bis Samstag aber auf jeden Fall wieder einsatzbereit sein kann, hat sich Kreisläuferin Eva Konhäuser wesentlich schwerer verletzt. Sie zog sich im Zweikampf eine Schädelprellung zu, so dass hinter ihrem Einsatz noch ein kleines Fragezeichen steht.
Ein wenig unsicher ist sich der HSG-Trainer auch hinsichtlich des Nervenkostüms seiner Mannschaft. „Ja ja, die Nerven: Sollten diese am Samstag versagen, dann hätten wir eine großartige Chance vertan, künftig auf Verbandsebene zu agieren. Aber ich denke, das bekommen wir in den Griff.“ Und so hofft Bantleon, dass sich die HSG den Heimvorteil zu nutze machen kann, um als Sieger vom Feld zu gehen. Im Vorfeld wurde auch bereits alles dafür getan, um die nötige Rückendeckung von Seiten der Anhänger zu erhalten, indem auf der vereinseigenen Homepage auf die großartige und stimmungsvolle Kulisse in der Uhlandhalle verwiesen wurde, die im Rückspiel nun getoppt werden soll.
Für die Fahrt nach Amstetten setzt die SGB einen Fanbus ein. Abfahrt ist um
15.
45 Uhr an der Uhlandschule. Interessierte können sich bei Stefanie Koucky unter der Nummer (
0 71 71)
87 66 22 melden. Der Unkostenbeitrag für die Fahrt beträgt fünf Euro.
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