Leinzeller Schloss — Französische Radfahrergruppe macht den einstigen Adelssitz zum Basislager für ihre Touren
Das Schloss am Wörthersee wurde einst zum Hotel für die Reichen und Schönen — das Leinzeller Schloss wird nun zum Hotel für die Sportlichen! Denn dort schlägt eine Gruppe von Radfahrern aus der französischen Partnergemeinde Danjoutin ihr Quartier auf. Von Gerold Bauer
LEINZELL. Das Leinzeller Schlossbesitzer-Ehepaar Wickleder öffnet das Portal des altehrwürdigen Adelssitzes immer wieder für die „Bürgerliche“. Zum Beispiel fühlen sich dort die Leinzell „Murren“, die in der Faschingszeit die Herrschaft über Leinzell haben, recht wohl. Den Gästen aus Frankreich wird es vermutlich auch nicht anders gehen. Nächste Woche reisen die
13 Mitglieder des Radsportvereins aus der Partnergemeinde an — allerdings nicht mit Muskelkraft, sondern motorisiert und mit den Fahrrädern im Gepäck. Die Tour Danjoutin-Leinzell wurde zwar in der Vergangenheit schon strampelnderweise bewältigt. Doch dies nimmt zwei Tage in Anspruch — und beim aktuellen deutsch-französischen Treffen soll großräumig die Umgebung von Leinzell buchstäblich „erfahren“ werden. Dazu hat sich der Leinzeller Walter Hegele einiges einfallen lassen. Zwischen
65 und
130 Kilometer betragen die vorgesehen Tagesetappen. Dafür können sich die Teilnehmer an allen Tagen zuerst einmal beim Feuerwehr-Frühstück stärken.
Am Anreisetag geht es noch erholsam zu, denn außer der Begrüßung durch Bürgermeister Ralph Leischner im Rathaus steht nur noch das Abendessen im Schloss auf dem Programm. Am zweiten Tag geht es auf einer
65 Kilometer langen Strecke ins Bühlertal. Die verbrauchten Kalorien waren dann Abends in Mulfingen im „Leinhof“ wieder nachgeladen. Der dritte Tag wird dann mit
130 Kilometern eine echte sportliche Herausforderung — es geht nach Dinkelsbühl und Abends wird im Cafe „Leinmüller“ gespeist.
Tag Nummer
4 macht die sportliche Franzosen mit den Bergetappen auf der Schwäbischen Alb vertraut. Nachdem die
90 Kilometer lange „Alb extrem“-Strecke rund um die Kaiserberge bewältigt ist, können die Radler beim Schlossfest neue Energie tanken. Am letzten Tag geht es dann auf einem
60 Kilometer langen Rundkurs nach Ellwangen.
Walter Hegel hat auch vorgesorgt, wenn das Wetter es mit den Franzosen nicht gut meinen sollte. Für jeden Tag gibt es ein regentaugliches Alternativprogramm — zum Beispiel Besuche im Aalener Besucherbergwerk oder im Kloster Neresheim. Auch die „Limestermen“
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