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» Ostalbkreis | Freitag, 07. Mai 2010

MV Lautern und Zimmerbacher Musiker ließen vor Freunden und Gästen Klangblüten erblühen

Locker, inspirierend, mit Spaß: Das alles war der musikalische Weckruf des MV Lautern an den Frühling, zudem war der jüngste Konzertabend bestimmt von instrumentalen Glanzpunkten und gelungenen Interpretationen.

HEUBACH-​LAUTERN (pm). Über 200 Zuhörerinnen und Zuhörer aus nah und fern genossen ein stimmungsvolles Konzert in der Mehrzweckhalle Lautern. Überschrieben hatten die Musikerinnen und Musiker aus Zimmerbach und Lautern mit ihrer Dirigentin Brigitte Gottwald den Konzertabend mit dem Thema „Klangblüten“.
Die Eröffnung des Abends übernahmen die „Posaunistischen Vier“ aus Zimmerbach. Klaus Winter, Hanspeter Kurz, Klaus Disam und Clemens Gottwald präsentierten ein vierstimmiges Spiel. Geprägt von lyrischen und heroischen Themen mit diffizilen Rhythmen erklang die „Fanfare Brillante“- wahrlich brillant.
Es folgte eine spielerisch exzellent dargebotene Folge von bekannten und unbekannten Werken auf sehr gutem Niveau. Mit dem bekannten Marsch „Jetzt geht’s los“ von Franz Lehar sorgten die hochmotivierten Musikerinnen und Musiker aus Zimmerbach gleich auf Anhieb für einen fulminanten Auftakt. Das Originalwerk „Black River Overture“ von Thomas Doss wurde Überaus beschwingt und gefühlvoll vorgetragen, für das Publikum mit Bildern aus Zimmerbach und der umliegenden Landschaft untermalt. Mit der Ouvertüre zur französischen Operette „Orpheus aus der Unterwelt“ von Jacques Offenbach gab der Flötist Tobias Abele sein Debüt als Dirigent auf der Lauterner Bühne. Es erblühte ein höchst melodisches und temperamentvolles Klanggemälde, wobei die Klarinettistin Nicole Gottwald höchst virtuos ihren Solopart meisterte. Bedrohlich, sanft und triumphierend erklang „The saint an the city“ von Jacob de Haan. Mit bekannten Broadwaymelodien „A Tribute to Charles Strouse“ in einer Bearbeitung von Ted Ricketts sorgte das Zimmerbacher Orchester für einen weiteren Stimmungsanstieg. In Hochstimmung versetzten die Solisten Gerhard Ripberger am Tenorhorn und Wolfgang Graw am Bariton mit der Polka „Zwei lustige Vagabunden“ alle Freunde traditioneller Blasmusik .
Mit geradezu majestätischen Klängen, der Generations Fanfare von Otto M. Schwarz eröffneten die Musikerinnen und Musiker aus Lautern ihren Konzertteil. Als die Lauterner danach „Imagasy“ von Thiemo Krass erklingen ließen, setzten sie mit nicht alltäglichen Melodie– und Rhythmuseffekten viele kleine und große instrumentale Klangblüten. Der Flügelhornspieler Reinhard Müller hauchte auf seine Weise dem Stück besonderes Flair ein und versetzte das Publikum in eine Traumwelt – auch Dank passender erlebnisreicher und gefühlvoller Bilderauswahl in einer großartigen Multimediashow. Für einen leicht ansteigenden Herzschlag bei den Zuhörer und bei den Solo-​Trompetern Joachim Hieber und Stefan Krieg sorgten die funkenden Rhythmen „Funky Winds“ von Otto M. Schwarz. Das Stück wurde immer wieder begleitet von spontanem Beifall und Jubel des Publikums, den die glänzenden Solisten ausgelöst hatten, zu denen auch der Schlagzeuger Hans-​Peter Brenner und am E-​Bass Stefan Krieg zählten.
Als besonderer Leckerbissen stand das Xylophon-​Solo in einer Bearbeitung von Gerd Bogner auf dem Programm. Sebastian Sorg und Hans-​Peter Brenner begeisterten das Publikum mit dem Potpourri „Xylo Classics“ restlos.
Danach erklangen traurige bis fröhliche Melodien des Musicals „Die Schöne und das Biest“ von Alan Menken. Mit einem besonderen Sound verabschiedeten sich die Lauterner an diesem Abend. Blues war angesagt mit dem Medley„Dixieland on Parade“ wobei das Holzregister in Hochstimmung aufspielte.
Nach zwei Stunden war der letzte Ton verklungen. Beide Blasorchesters spielten an diesem Abend glänzend. Der Lohn war langanhaltender begeisterter Beifall. Dietmar Schmid dankte allen Musikerinnen und Musikern, und überreichte Fabian Müller und Tanja Kuhn, die fachkundig durch das Programm begleitet hatten, einen Blumenstrauß. Ebenso bedankte er sich bei Reinhard Müller für die tollen Effekte auf der Leinwand und bei Dirigentin Brigitte Gottwald. Die Dirigentin sei immer wieder bereit für neue Klangwege, es mache Spaß unter ihrer Leitung zu musizieren. Mit Musik von Pablo Beltran Ruiz „Sway“ endete ein wahrhaftig einzigartiger Konzertabend.
 

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