Gestern fand im Congress-Centrum Stadtgarten die Premiere von Der Zauberer von OZ statt; weitere Aufführungen folgen
Es geht um Freundschaft, um Vertrauen und um die Kraft, an sich selbst zu glauben — gestern ging es für die Musical-Kids! vor allem darum, die Emotionen, die das Leben und auch das Musical „Der Zauberer von Oz“ mit sich bringt, dem Publikum, das sich zur Premiere eingefunden hatte, zu vermitteln. Von Nicole Beuther
SCHWÄBISCH GMÜND. Keck sieht sie aus, die kleine Dorothy Gale (Daisy Bechler/Luisa Meloni, Ramona Kaller), die zusammen mit ihrer Tante Em (Sara Pilbauer/Vanessa Rothmer) und ihrem Onkel Henry (Sebastian Walesch/Martin Kimmel) auf einer Farm in Kansas lebt. Es herrscht geschäftiges Treiben, als Dorothy ihr Leid klagt. Da hat ihr die böse Miss Gulch (Christina Schaile) doch einfach per Gesetzesbeschluss ihren Hund weggenommen. „Gegen das Gesetz kannst Du nichts machen, manche Dinge sind größer als wir“, bekommt sie von den Farmarbeitern zu hören. Als Toto ausreißt und auf den Hof zurückkehrt, macht sich Dorothy mit ihm aus dem Staub. Sie will einfach nur fort. Als sie merkt, wo ihr wahres Zuhause ist, kommt ein Wirbelsturm — kurze Zeit später finden sich Dorothy und Toto im Land der Munchkins wieder. Hier beginnt er — der Zauber von OZ. Nicht nur für Dorothy, auch für die Zuschauer, die sich schon bald als Teil der bunten und fröhlichen Munchkins sehen. Auch als die böse Westhexe (Julia Fuchs/Melanie Friederich) auftaucht, vermag man sich dem Eintauchen in dieses andere Leben nicht zu entziehen. Die Zuschauer begleiten das Mädchen aus Kansas auf ihrem Weg in die Smaragdstadt, wo der Zauberer von OZ lebt. Leicht ist es nicht, dorthin zu gelangen, aber darum umso spannender. Und die Gefährten, die Dorothy schon bald auf ihrem Weg begleiten, zeigen, wie viel von dem wirklichen Leben, von unserem Leben, in der Geschichte von Lyman Frank Baum steckt. Doch es ist nicht alleine die Geschichte des Autors, die einen mitleiden lässt, es sind die Akteure, die sich derart in ihre Rollen einfühlen, dass es den Zuschauern warm ums Herz wird.
Als die Vogelscheuche (Lajescha Lütgarth/Larissa Wagenhals) meint, kein Gehirn und damit auch keinen Verstand zu haben, irrt sie genauso wie der Blechmann (Moritz Lang/Christina Lenz), der sich ein Herz wünscht, und der Löwe (Simon Ihlenfeldt/Verena Menrad), der mutig sein möchte. Es sind Kleinigkeiten, anhand denen die Akteure zeigen, wie einfach doch alles sein könnte, wenn nur eines vorhanden ist: Der Glaube an sich selbst. So sorgt die Vogelscheuche beispielsweise mit einem Trick und eben Verstand dafür, dass die Apfelbäume der hungrigen Dorothy reichlich von ihren Äpfeln geben.
Als die Freunde endlich in der Smaragdstadt ankommen, glauben sie, dass ihre Reise, die voller Gefahren steckt, endlich ein Ende hat. Doch das Abenteuer scheint hier erst zu beginnen. Der Zauberer von Oz will den Hexenbesen der grünen, bösen Westhexe, …
Es lohnt sich einzutauchen in das Land, das einem den Atem raubt — nicht zuletzt wegen der sprechenden Bäume, der Mohnblumen, der Affen und all den anderen zauberhaften Akteuren.
Weitere Aufführungen von „Der Zauberer von OZ“: Heute,
19.
30; morgen,
15 Uhr;
14. Mai,
19.
30 Uhr,
15. Mai,
19.
30 Uhr,
16. Mai,
15 Uhr. Karten gibt es beim i-Punkt am Marktplatz und an der Abendkasse. Weitere Infos unter www. musicalkids.de.
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