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Sonntag, 09. Mai 2010
Schach, Turnier der Hauptschulen in Ibbenbüren: Rauchbeinschüler holen Silber
(ta). Rund 600 Kilometer weit musste die Schulmannschaft der Rauchbeinschule mit ihrem Betreuer Wernfried Tannhäuser nach Ibbenbüren in Nordwestfalen fahren. Hier findet jedes Jahr das größte Schachturnier für Hauptschulen statt, ausgerichtet von der Schule am Aasee.
Über
450 Hauptschüler in
115 Teams vornehmlich aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, aber auch aus anderen Bundesländern und den benachbarten Beneluxstaaten waren zu diesem Mammutturnier angereist. Die Gmünder spielten diesmal aber nicht in der stärksten Gruppe (bis zehntes Schuljahr), weil die jungen Rauchbeinschüler erst seit Beginn dieses Schuljahres die Schach-AG besuchen. So wurde das Team in die stärkste Gruppe der Schüler von Klasse fünf bis sieben eingeteilt, in der auch der frisch gebackene baden-württembergische Meister aus Sandhausen spielte. Obwohl die Gmünder auch in dieser Gruppe mit Abstand die Jüngsten waren, überraschten und beeindruckten sie ihre Gegner. Tim Schwab, Nico Bertsch (beide Klasse
4), Ayub Ferhard und Niko Naxopoulos (beide Klasse
6) hinterließen von Beginn an einen nachhaltigen Eindruck.
In der ersten Runde trat das Team gegen die später drittplatzierte Mannschaft aus Wolfsburg an. Nach anfänglicher Nervosität gelang ein
3:
1-Sieg, der den jungen Schülern viel Selbstvertrauen gab und ihrem Betreuer die Gewissheit, dass in dieser Gruppe ein Platz ganz weit vorne drin war. Nacheinander wurden nun Rheda-Wiedenbrück (
4:
0), Steinhagen (
3,
5:
0,
5), Rhede (
3:
1) und Bad Salzuflen (
4:
0) besiegt. Erst in der vorletzten der insgesamt sieben Begegnungen wurde es etwas enger, denn gegen Dortmund schaffte das Team nur ein knappes
2,
5:
1,
5. Trotzdem hatten die Rauchbeinschüler jetzt schon den zweiten Platz sicher. Und was erstaunlicher war: Alle drei Schüler an den drei vorderen Brettern hatten noch keine Partie verloren!
Nun kam es zum erwarteten Finale mit der Schule aus Sandhausen, die ebenfalls ihre bisherigen sechs Begegnungen klar gewonnen hatte. Hier führte die badische Mannschaft schnell mit
2:
0, doch in den zwei anderen Partien gaben die Gmünder den Ton an. Leider konnten die jungen Spieler ihre Vorteile nicht nutzen und wurden weit unter Wert mit
4:
0 besiegt.
Doch der Frust über diese unnötige Niederlage gegen die beste baden-württembergische Hauptschulmannschaft war schnell vergessen. Die Freude über die bei der Siegerehrung verliehenen Silbermedaillen und vor allem die Achtung und die Sympathie, die dem jüngsten aller Teams entgegengebracht wurde, machte die Rauchbeinschüler zu Recht stolz. Ermöglicht wurde diese aufwändige Turnierteilnahme mit zweimaliger Übernachtung durch die finanzielle Unterstützung der SMV der Rauchbeinschule.
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