Abfallbilanz des Jahres 2009: Biomüllmengen steigen konstant — Müllmengen schwanken kaum
Die Bürger an Rems und Murr nutzen verstärkt die Blaue Tonne zur Entsorgung ihres Altpapiers und trennen ihren Müll insgesamt sorgfältiger. Dafür spricht die verstärkte Nutzung der Biotonne bei stagnierendem Hausmüllaufkommen.
REMS-MURR-KREIS
(pm).
2009 stieg die gesammelte Altpapiermenge auf
32 189 Tonnen.
2008 konnte die AWG
31 479 Tonnen in den Recycling-Kreislauf einspeisen. Die Steigerung gelang entgegen des allgemeinen Trends eines schrumpfenden Papierverbrauchs im Gefolge der Wirtschaftskrise. „Das ist ein klares Indiz, dass sich die Blaue Tonne durchgesetzt hat“, erklärt Susanne Rikker, Leiterin des Geschäftsbereichs Abfallwirtschaft im Landratsamt.
Mit der jüngsten Konjunkturbelebung steigt auch der Preis wieder, den die AWG für den Rohstoff Altpapier am Markt erzielen kann. Nachdem der Wert einer Tonne der dominierenden Sorte „Mischpapier“ Anfang
2009 auf im Schnitt
30 Euro zurückgegangen war, liegt er derzeit bei über
100 Euro und damit auf dem Niveau der Spitzenwerte des Jahres
2007. Auch dies ist ein Indiz für die sich langsam erholende Auftragslage in der Gesamtwirtschaft. Der Kreis hat sich allerdings gegen die Schwankungen vertraglich abgesichert. Knapp die Hälfte des Altpapiers wird für einen Festpreis abgenommen, um das Risiko für den Gebührenzahler zu minimieren.
Seit
2007 steigt auch die Menge der in den Braunen Tonnen erfassten Bioabfälle kontinuierlich an. Waren es
2007 noch
33 101 Tonnen sind
2009 beachtliche
34 453 Tonnen organische Abfälle aus der Küche in die Biotonnen gewandert. Bisher wurde daraus Gütekompost produziert. In Zukunft will der Rems-Murr-Kreis die in diesen Abfällen enthaltene Energie nutzen, und baut daher die bestehende Kompostierungsanlage in Backnang-Neuschöntal in eine Biomasse-Vergärungsanlage um.
„Abfall zu Energie ist der richtige Weg in die Zukunft“, erklärt Landrat Johannes Fuchs.
Die übrigen Abfallmengen entsprechen durchweg weitgehend dem Niveau der Vorjahre: Die Hausmüllmenge liegt mit
37 529 Tonnen knapp über dem Ergebnis des Vorjahrs (
37 155 Tonnen). Auch bei den gewerblichen Abfällen mit
11 796 Tonnen (
2008:
12 292 Tonnen) sowie bei der Menge des thermisch behandelten Sperrmülls (
2009:
6134 Tonnen –
2008:
5605 Tonnen) sind kaum signifikante Schwankungen zu erkennen.
Aus dem bereitgestellten Sperrmüll konnten letztes Jahr
6405 Tonnen Altholz recycelt werden, so dass auch
2009 mehr als die Hälfte des Sperrmülls im Wertschöpfungskreislauf verblieb. Die sortenrein erfassten Wertstoffmengen — dazu zählen Papier, Glas, Altmetall und Holz — sind von
49 837 Tonnen im Jahr
2008 auf
51 246 Tonnen im Jahr
2009 gestiegen.
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