Am gestrigen Freitag feierte der Pius-Club nach 25 Jahren fröhlicher Gemeinschaft und Einsatz für die Ökumene sein Jubiläum
Als die „Silberne Hochzeit“ des Clubs bezeichnet es der katholische Pfarrer in Rente, Gebhard Luiz, in seiner Jubiläumsrede. Vor nunmehr 25 Jahren gründete er zusammen mit seinem evangelischen Kollegen Pfarrer Gerhard Kuppler den ökumenischen Seniorenclub. Von Sandra Fuhrmann
SCHWÄBISCH GMÜND. Die Kaffeetische sind festlich vorbereitet, viele Kuchen wurden von den fleißigen Helferinnen gebacken und die Mitglieder des Seniorenorchesters sind ebenfalls bereit. Es ist das
25. Jubiläum des Pius-Clubs in den Kiesäckern. Jeden zweiten Freitag im Monat trifft sich das Mitarbeiterinnen-Team, berichtet Sigrid Wilhelm, die die für die musikalische Begleitung zuständig ist.
Wichtig ist ihr vor allem der Zusammenhalt innerhalb des Clubs. Auch schätzt sie es, dass die Stimmung immer äußerst fröhlich ist, wenn die Mitglieder zusammen kommen. Entstanden sind diese unterhaltsamen Treffen
1985. Damals dachte sich der evangelische Pfarrer Gerhard Kuppler, dass er seine Gemeinde nicht immer nur in den Gottesdiensten sehen wollte. Auch im Gemeindesaal wollte er gerne gemeinsame Zeit mit den Leuten verbringen. Also beschloss zuerst einmal auf den katholischen Pfarrer Gebhard Luiz zuzugehen. In Folge dessen kam es schließlich zur Entstehung des ökumenischen Pius-Clubs. Heute ist Gebhard Luiz in Rente, an die Gründung erinnert er sich jedoch noch lebhaft. „Die Ökumene war mir ja nichts Fremdes.“, berichtet er scherzhaft in seiner Ansprache „Schließlich hatte ich ja sogar eine evangelische Großmutter.“ Auch heute noch ist Pfarrer Gebard Luiz eine tragende Säule des Clubs.
Unterstützt wurde er in den letzten Jahren vom evangelischen Pfarrer Michael Scharrer. Seit etwa fünf Jahren ist dieser nun dabei. Schöne Jahre waren es, beteuert er. Ein kleiner Wermutstropfen jedoch bleibt, denn seine aktive Dienstzeit näher sich nun ebenfalls dem Ende und er wird somit in Zukunft zwar noch immer im Club präsent sein, seinen eigenen Worten nach jedoch, wolle er dabei eher im Hintergrund auftreten.
Es erstaune ihn a immer wieder, erklärte er in seiner Ansprache, wie alte Leute so munter sein könnten, wie die Mitglieder des Clubs. Den Pius-Club verbinde er persönlich mit lachen, lustig sein und viel Gesang. „So lange Sie dabei bleiben, bin ich auch dabei.“, versicherte er zum Schluss. Leider sind die Mitglieder des Clubs über die Jahre hinweg jedoch immer weniger geworden. Gebhard Luiz sah sich sogar gezwungen darauf hinzuweisen, dass man erst noch bis zum Jahresende abwarten müsse, ob der Club weiterhin bestehen könne.
Und dabei ist für die Leute aus dem Gmünder Ostteil so viel geboten im Club. Einmal im Jahr findet regelmäßig ein großer Jahresausflug statt. Jeden Januar gibt es zudem immer eine Krippenfahrt. Aber auch in den anderen Monaten bietet der Pius-Club seinen Mitgliedern immer ein vielseitiges Programm mit Diashows, Vorträgen gemeinsamem Singen und weiteren Ausflügen, zum Beispiel zu Wallfahrtsorten. Zu verdanken ist das all den Leuten, die sich unermüdlich für den Club einsetzen.
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