Investorenwettbewerb endet mit der Jury-Empfehlung für die SEPA Projekt– und Entwicklungsgesellschaft Stuttgart
Der mit kommunalpolitischer Spannung und mit bürgerschaftlichem Interesse verfolgte Investorenwettbewerb für das Gamundia-Projekt mit einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von fast 50 Millionen Euro ist entschieden. Die Jury empfiehlt dem Gemeinderat, den Entwurf der SEPA Projekt– und Entwicklungsgesellschaft mbH Stuttgart weiterzuverfolgen.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Wie bereits in unserer gestrigen Ausgabe ausführlich dargestellt, handelt es sich bei den städtebaulichen Vorschlägen des Projektentwicklers um die wichtigsten Bausteine innerhalb des großen Gmünder Zukunftsprogramms Landesgartenschau/Gamundiaprojekt, wobei der nordwestlichen Innenstadtbereich ein völlig neues Erscheinungsbild und die Funktion eines geschäftigen Tores zur Metropolregion Stuttgart erhalten wird. Zwei Bewerber kamen beim Investorenwettbewerb nun ins gestrige Finale einer Jury-Bewertung. Dem Auswahlgremium gehörten neben allen maßgeblichen Mitgliedern der Stadtverwaltung auch Vertreter aus Gemeinderatsfraktionen, das Landesgartenschau-Planungsbüro a
24-landschaft, Repräsentanten der Hochbauverwaltung des Landes und unabhängige Architekten an. Fast acht Stunden dauerte die schwierige Abwägung der Entwürfe. Um nach mancher Verdrossenheit der letzten Jahre vor dem Hintergrund nichtöffentlicher Beratungen und Entscheidungen ein Zeichen zu setzen, öffnete Oberbürgermeister Richard Arnold gestern Abend gleich nach Bekanntwerden der Juryentscheidung die Türen zum Refektorium des Prediger für alle interessierten Bürger. Dort waren die Entwürfe, Skizzen und Modelle einer Ausstellung gleich aufgebaut. Das Interesse war lebhaft. Auch zahlreiche Stadträte waren gekommen, um sich – sofern nicht bereits Mitglied der Jury – einen ersten Eindruck zu verschaffen. In seiner Begrüßung betonte Oberbürgermeister Richard Arnold, dass es sich bei der nun erfolgten Auswahl des städtebaulichen Entwurf noch nicht um die endgültige Entscheidung handle, sondern um die Grundlage der bevorstehenden Beratungen und Beschlussfassung im Gemeinderat (siehe auch rechts unten).
Prof. Carlo Weber aus Stuttgart, Vorsitzender der Jury, und Baubürgermeister Julius Mihm erläuterten Empfehlung und die Details des SEPA-Siegerentwurfs. Beide unterstrichen aber auch, dass es sich bei den beiden konkurrierenden Entwürfen (die immobilien-Unternehmensgruppe HBB aus Hamburg kam auf den zweiten Platz) „um zwei gute Arbeiten auf einem gemeinsamen hohen Niveau“ (Mihm) handle. „Sie liegen eng beieinander“ (
Prof. Weber). Ausschlaggebend für die Jury-Empfehlung war nach Worten von Bürgermeister Mihm „ein noch klareres Konzept, eine robuste Planung, eine klare Materialauswahl“. Besonders deutete der Baubürgermeister auf eine attraktive Linienführung des Einkaufszentrum-Baukörpers entlang der Remsstraße, der ihn sogar an die Gestalt der historischen Stadtmauer an dieser Stelle erinnere. Auch in der Ledergasse sieht Mihm eine bessere städtebauliche Hinführung in die Innenstadt hinein. Das Einkaufszentrum beinhaltet bereits eine große Fläche für einen Lebensmittelmarkt. Für die vielen anderen Läden und Gastronomieangebote in den Passagen und in eigenständigen, kleineren Baukörpern, die in der Mitte der Ledergasse platziert werden sollen, gibt es noch keine konkreten Nutzungs– oder gar Namensnennungen. Der Hauptkörper des Einkaufszentrums mit einem Parkdeck für
160 Fahrzeuge umschließt das Horten– und Brauereiareal. Vorgestellt wurde auch das „Hotel Gamundia“, repräsentativ direkt am Bahnhofsboulevard gelegen. Durch das bereits abgeschlossene Plangutachten vorgegeben ist zwischen diesen Projekten bereits der Einhornbau mit Hochschuleinrichtungen und Regionalsitz.
Die SEPA
GmbH mit Hauptsitz in Stuttgart und einer Niederlassung in Berlin gehört zu den führenden Projektentwicklungsgesellschaften Deutschlands. Seit
40 Jahren gibt es das Unternehmen und es hat in dieser Zeit in vielen Städten ein enormes Investitionsvolumen umgesetzt.
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