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» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 13. Juni 2010

Projekt des Kindergartens der Versöhnungskirche und der Gartenfreunde Lindenfeld

Wenn Kinder hautnah erleben dürfen, wie etwas unter ihren Händen und Dank ihrer Zuwendung wächst, ist das eine Erfahrung, die nicht mit Geld zu bezahlen ist. Dafür danken die Kinder des Versöhnungskindergartens den Gartenfreunden Lindenfeld.

SCHWÄBISCH GMÜND (edk). Gute Beziehung zwischen dem evangelischen Kindergarten der Versöhnungskirche und den Gartenfreunden bestehen schon lange. Seit vier Jahren aber haben die Kindergartenkinder in der Lindenfelder Gartenanlage ihren eigenen Spielplatz und einen Garten mit ihren eigenen Beeten; hier können sie jederzeit rasten und die Natur erkunden.
Hand in Hand, begleitet von Kindergartenleiterin Renate Rommel und die Gartengeräte unterm Arm, marschieren die Kinder zweimal in der Woche von ihrem Kindergarten in die Gartenanlage Lindenfeld. Dort steuern sie ihre Gärtlein an, wo sie vom Frühjahr bis in den Herbst hinein hacken und die Erde rechen, säen und Gartenkulturen pflanzen, Unkräuter zupfen und ihre Pflanzen gießen. Hier beobachten sie das Wachstum, verfolgen die verschiedenen Wachstumsstadien der einzelnen Gemüsesorten und werden ganz allmählich damit vertraut, wie viel Arbeit und Mühe aufgewandt werden muss, um die Frucht zu ernten, die letzten Endes unseren Hunger stillt. Aus den geernteten Früchten kochen die Kinder selbst eine leckere Gemüsesuppe, die allen besonders gut schmeckt. Im Gespräch mit Kindergartenleiterin Renate Rommel wird auch das Ziel deutlich: Bereits im Kindergartenalter will man dem Nachwuchs die Bewahrung der Schöpfung und ein Gefühl für die Heimat nahe bringen. Deshalb sei es zum Beispiel auch sehr wichtig, den Kindern ressourcenorientierten Umgang mit Wasser, Energie, Lebensmitteln beizubringen. Sie sollen rechtzeitig die Pflanzen und Tiere der Heimat kennenlernen, diese schützen und wertschätzen. Und dies geschieht am besten, so Renate Rommel, wenn Kinder selbst tätig werden dürfen.
Eine ideale Möglichkeit dazu bietet sich durch die guten Beziehung zu den Gartenfreunden Lindenfeld. Viele ehrenamtliche Mitglieder der Gartenfreunde ermöglichen diese Naturerkundung durch die Bereitstellung des Gemüsebeetes. Auf diesem Gelände wird ständig Rasen gemäht, die Wege werden mit Bodenplatten verlegt, Gartenzwerge und andere Schmuckelemente aufgestellt, aber auch sicherer Bachzugang wird gewährt.
Das wichtigste an diesem Projekt ist freilich, dass die Kinder in ihrem Garten eigenhändig Karotten, Erbsen, Kartoffeln, Sonnenblumen, Ringelblumen und vieles mehr pflanzen und säen. Im Herbst wird dann eine Suppe aus dem angebauten Gemüse und den Kräutern zubereitet: Denn die eigene Suppe schmeckt am besten.
 

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