Bürgermeisterwahl in Eschach: Beim nächsten Wahlgang in zwei Wochen reicht eine einfache Mehrheit
Die vorbereiteten Blumen blieben, wo sie waren: Nachdem gestern niemand die 50 Prozent-Hürde nahm, wird erst in zwei Wochen entschieden, wer in Eschach Bürgermeisterin oder Bürgermeister wird und einen Strauß erhält.
ESCHACH
(bt). „Kein Bewerber hat mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen“, verkündete Bürgermeister Reinhold Daiss gestern inmitten eines großen Benefizkonzertes auf dem Marktplatz (Seite
22).
99 Stimmen fehlten Jochen König zur absoluten Mehrheit; so muss am
27. Juni noch einmal gewählt werden. Von den
1386 Wahlberechtigten haben
1023 gewählt; zwei Stimmen galten dem amtierenden Bürgermeister und Stefan Glass und waren deshalb ungültig. Die Wahlbeteiligung war mit
73,
8 Prozent sehr hoch:
413 Stimmen,
40,
5 Prozent, sicherte sich Jochen König,
336 Stimmen (
32,
9 Prozent) gab’s für Renate Iwaniw,
160 (
15,
7 Prozent) für Hans-Peter Reuter und
110 für Michael Eller. Spitzenreiter König zeigte sich „überwältigt von der Wahlbeteiligung“. Natürlich hätte er sich „
50 Prozent plus x“ gewünscht, aber jetzt konzentriere er sich darauf, in den kommenden beiden Wochen weitere Stimmen zu mobilisieren und die Gemeinde von seinen Zielen zu überzeugen. Sein Dank galt Ehefrau Diana, die so vieles für ihn und seinen Wahlkampf getan habe. Renate Iwaniw will ebenfalls „richtig Gas geben“ und beim nächsten Durchgang kräftig zulegen; auch sie wurde von Freunden und Unterstützern beglückwünscht und motiviert. Reuter erklärte gestern, er wollte eine Nacht „drüber schlafen“ und dann entscheiden, ob er in zwei Wochen noch einmal antreten werde. Er fügte gestern Abend noch an, er hätte gerne Renate Iwaniw auf dem ersten Platz gesehen. Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden waren vertreten, zudem Gmünds Erster Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse, der noch einmal betonte, er würde Hans-Peter Reuter nur sehr, sehr ungern ziehen lassen. Michael Ellert will weitermachen; nicht wenige Eschacher hätten ihn darin bestärkt, sein Wahlprogramm „Gutes Miteinander auf dem Rathaus“, das sich von allen anderen unterscheide, bis zum Schluss zur Wahl zu stellen.
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