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» Ostalbkreis | Donnerstag, 17. Juni 2010

Die Zukunft der Stadt war Thema bei der Klausurtagung, die im Anschluss an die jüngste Heubacher Gemeinderatssitzung stattfand

Die Entwicklung von Zukunftsstrategien für die Stadt Heubach hatte die Klausurtagung, die im Anschluss an die jüngste Gemeinderatssitzung stattfand, zum Inhalt. Von Nicole Beuther

HEUBACH. Den Anstoß zu solch einer Klausurtagung hatte die SPD/​UB-​Fraktion gegeben, so Bürgermeister Klaus Maier, der von einer entspannten Atmosphäre der rund fünf Stunden andauernden Sitzung sprach. Verschiedene Themen wurden angesprochen, unter anderem der Finanzbericht 2010. „Ein erfreulicher Teil“, so Maier. Die Finanzsituation habe sich stabilisiert, auch durch Einmaleffekte im Bereich der Gewerbesteuer. Und auch bei der Einkommenssteuer stehe die Gemeinde besser da (Versteuerung Kurzarbeit im Jahr 2010). Anteil an der positiven Entwicklung hätten auch die Nordumgehung und die Sporthalle.
2011 sei jedoch nach wie vor ein kritisches Jahr, so Maier. Bis 2014 müsse man sich auf eine schwierige Einnahmesituation einstellen. Vorgelegt wurde bei der Klausurtagung ein Maßnahmenkatalog mit den Aufgaben der Stadt Heubach für die kommenden zehn Jahre. Einige der Aufgaben seien bereits verwirklicht, so beispielsweise die teilweise Sanierung des Freibades. Angesprochen wurde auch die Kleinkindbetreuung; hier soll auch in Zukunft mehr Kapazität geschaffen werden. In Lautern beispielsweise bestehe die Möglichkeit, das Angebot an Betreuungsplätzen auszubauen, so Maier, der von zwei bis drei zusätzlichen Gruppen spricht. Die Stadt wolle sich dieser Aufgabe stellen. Maier weiß aber auch: „Das wird sehr teuer.“
Weiter wurde über die gesplittete Abwassergebühr gesprochen. Durch das neue Urteil sei es wichtig, so Maier, eine Nachwasserveranlagung zu starten. Hierzu sei es notwendig, alle Grundstücke aufzunehmen, die es in Heubach gebe. Auch hier kommen auf die Stadt enorme Kosten zu. „Allein die Umstellung kostet Geld“, so Bürgermeister Maier.
Von einer riesigen Verwaltungsaufgabe spricht der Bürgermeister im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer für Wasser, die gesenkt worden sei. Diese müsse man bis ins Jahr 2000 zurückrechnen.
Aufgestellt wurde auch eine Bilanz der Stadt Heubach. Derzeit betrage das Vermögen 100 Millionen Euro. Alle Möglichkeiten offen lassen möchte man sich beim Hallenbad sowie beim Lebensmittelmarkt. „Wir versuchen mit dem alten Bad über die Runden zu kommen“, so Maier.
Weiterer Punkt der Klausurtagung war die Baulandpolitik in Heubach. In Heubach müssten gewisse Bereiche individuell begutachtet werden, so Maier. Weiter investieren möchte die Stadt in den Flugplatz. Hier soll die Landebahn eine Belagerneuerung bekommen. Die Kosten: 200 000 Euro, das Land zahlt einen Zuschuss von 25 Prozent.
Weiter beschäftigten sich die Stadträte mit der Mehrzweckhalle Lautern, wo vier Architekten beauftragt worden seien, Entwürfe zu erstellen. Sowohl das Gremium als auch der Ortschafts– und Gemeinderat favorisierten denselben Entwurf. 1,2 Millionen Euro betragen hier die Baukosten, zwei Millionen Euro mit Nebenkosten etc. Dieser Betrag sei für die derzeitige Finanzsituation zu groß, so Klaus Maier. „Wir sehen es als mittelfristige Lösung“. Die Stadt hofft auf ein Förderprogramm. Käme dieser Zeitpunkt, wolle sich die Stadt mit der Angelegenheit beschäftigen, so Maier.
Thema bei der Klausurtagung war auch die Interkommunale Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein. Es gebe einige Bereiche und Tätigkeitsfelder, wo eine Zusammenarbeit vorstellbar sei, beispielsweise bei der Feuerwehr, den Bauhöfen und der Wasserversorgung. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk der Stadt im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein.
Auch wenn an allen Ecken und Kanten gespart wird bzw. gespart werden muss: „Beim Personal wird nicht gespart“, stellt Klaus Maier klar. Die Aufgaben, die man zu bewältigen habe, könnten „gerade so“ mit dem Personal erledigt werden.
Was muss repariert werden, um die Stadthalle zu halten, bis eine neue gebaut wird? — Ein Frage, die beim Thema Stadthalle im Mittelpunkt stand. Zurückhaltend zeigt sich der Bürgermeister bei der Frage nach weiteren Bauplätzen. Bei der Erschließung eines großen Baugebietes „würden wir darauf hocken bleiben“.
Bei der Klausurtagung, so Klaus Maier, habe keine „Sparkommission“ getagt. Man habe lediglich über das hinausgedacht, „was im Gemeinderat diskutiert wird“.
 

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