In Wustenriet wurde gestern der Startschuss für das erste jes-Projekt, das von der Bürgerstiftung Gmünd gefördert wird, gegeben
Der Rasen ist bereits gesät, weitere Vorbereitungen sind im Gange — gestern erfolgte im Beisein von Ortschaftsräten, Vertretern der Stadt sowie Eltern und Jugendlichen der Spatenstich für das erste Gmünder jes-Projekt: Der Bolzplatz in Wustenriet. Von Nicole Beuther
SCHWÄBISCH GMÜND. Neu sind jes (Jugend engagiert sich)-Projekte nicht. In Schwäbisch Gmünd habe es in der Vergangenheit schon einige solcher Projekte gegeben, so Bärbel Blaue vom Amt für Familie und Soziales. Lange Zeit wurden sie in Baden-Württemberg von der Landesstiftung finanziert.
Der Wegfall der Förderung bedeutete nicht das Aus der jes-Projekte. Zumindest nicht in Schwäbisch Gmünd. Hier haben sich die Stadtverwaltung, die Caritas Ostwürttemberg und die Stiftung Haus Lindenhof für die Fortsetzung der Projekte eingesetzt.
So gesehen ist die Verwirklichung des Bolzplatzes in Schwäbisch Gmünd das erste Gmünder jes-Projekt, dem weitere soziale, kulturelle und ökologische Projekte unter kompetenter Anleitung eines Bürgermentors folgen sollen.
In Wustenriet müssen sich Bürgermentor Peter Arnold und die Jugendlichen noch ein wenig gedulden. Man wolle, sagte Ortsvorsteher Gerhard Maier gestern, abwarten, bis der Rasen festgewachsen sei. Ab dem Spätsommer ist dann der Einsatz der Jugendlichen gefragt. Mit der Errichtung von Ballfangzäunen beginnt dann das eigentliche jes-Projekt. Es folgt die Planung, Vorbereitung und Durchführung des Eröffnungsfestes. Das Engagement der Jugendlichen wird auch in Zukunft gefragt sein. Denn auch für die Nachhaltigkeit des Platzes werden sie verantwortlich sein, also die Pflege der Anlage etc.
Werner Debler von der Bürgerstiftung, die das Projekt unterstützt, sprach gestern von einem generationenübergreifenden, gemeinnützigen und Gmünd-bezogenen Projekt. Es sei eine „Schule des Lebens“. So arbeiteten Jung und Alt zusammen, was auch zur Persönlichkeitsentwicklung beitrage. Zwei weitere Ziele der jes-Projekte: Sozialkompetenz und Teamfähigkeit erlernen. Alle Kuratoriumsmitglieder der Bürgerstiftung seien sich einige gewesen, das Projekt zu unterstützen, so Debler.
„Es ist ganz toll, den Bolzplatz in Wustenriet über das jes-Projekt zu realisieren“, freute sich Ortsvorsteher Gerhard Maier, der den vielen Helfern dankte, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement dazu beitragen, dass das Projekt „Bolzplatz“ verwirklicht werden kann. Neben der Bürgerstiftung und den Jugendlichen haben auch Eltern, Vertreter der Stadtverwaltung, des Ortschaftsrates und der Dorfgemeinschaft Wustenriet sowie die Mitarbeiter der Aktion Familie entscheidend dazu beigetragen, dass es bald einen neuen Bolzplatz in dem Stadtteil geben wird. Gekickt werden kann frühestens im kommendem Frühjahr sein. Dann kann endlich richtig Fußball gespielt werden, der alte Bolzplatz mit nur einem Tor war für ein Match nämlich eher ungeeignet.
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