Innovationspreis Ostwürttemberg: Die Region braucht Impulse, um nicht stehenzubleiben, so Landrat Klaus Pavel
Auf der Kapfenburg wurde der mit insgesamt 10 000 Euro dotierte Innovationspreis Ostwürttemberg verliehen. Aus 44 Bewerbern hat eine Jury fünf Preisträger ausgewählt. Gewonnen haben: die Firmen RUD, Carl Stahl und Franz Schuck sowie Prof. Dr. Herbert Schneckenburger und die Schüler-Ingenieur-Akademie.
OSTALBKREIS (an). Es war der „Abend der Sieger“ und der Trude-Eipperle-Saal auf der Kapfenburg viel zu klein, um, die Preisträger, Nominierten und Gäste der Veranstaltung aufzunehmen.
400 hatten sich angemeldet, so dass die Preisverleihung per Video ins Foyer übertragen werden musste. Innovatives Unternehmertum, kreative Ideen und die Fähigkeit, zukunftsorientiert zu denken, zeichne Ostwürttemberg aus, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ostalb, Carl Trinkl, in seiner Begrüßungsrede.
Im Vergleich der Patentdichte der bundesweit
97 Regionen liege Ostwürttemberg auf Platz zwei, hinter Stuttgart, aber beispielsweise vor München.
Innovation, so Trinkl weiter, sei die Grundvoraussetzung für unternehmerische Zukunft. Um diese Innovationsfähigkeit zu belohnen und die herausragenden Leistungen wertzuschätzen, würden die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Region Ostwürttemberg, die
IHK und die Kreissparkassen Ostalb und Heidenheim nun bereits zum zehnten Mal den Preis für Talente und Patente verleihen. „Die Region braucht Impulse, um nicht stehen zu bleiben“, ergänzte Landrat Klaus Pavel.
Die Unterkochener Firma RUD hat den Preis für die von ihr entwickelten Sofortgleitschutz-Traktionshilfe aus Stoff und Stahl namens RUDmatic Soft Spike bekommen. „Mit Stoff und Stahl gegen Eis und Schnee“, lobte Trinkl das Ergebnis aus Forschung und Entwicklung, das bereits mehrere Preise gewonnen hat. Die Firma Carl Stahl in Herbrechtingen wurde für ein von ihr entwickeltes Band ausgezeichnet, das hohe Kräfte zwischen zwei Bauteilen übertragen kann, ohne dass die Befestigungspunkte vernäht und mit Metallbeschlägen versehen sind.
Dieses Band sei unter anderem als Fangband für Airbags in der Autoindustrie entwickelt worden, sagte Laudator Dieter Steck, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Heidenheim. Eine neue Gas-Hauseinführung hat Hans Mack von der Steinheimer Franz Schuck
GmbH erfunden. Der von ihm entwickelte Schließmechanismus erhöht die Sicherheit im Brandfall und kann sogar statt aus Metall kostengünstig aus Kunststoff hergestellt werden. Diesen Erfindergeist würdigte
IHK–Präsident Helmut Althammer.
Einer Gruppe um den Aalener Hochschulprofessor
Dr. Herbert Schneckenburger gelang die tomografische Darstellung von Zellmembranen mit einer einzigartigen Auflösung. Dies findet beispielsweise in der Krebsforschung und in der Erforschung von Alzheimer Anwendung. das Projekt stellte Hochschulrektor
Prof. Dr. Gerhard Schneider vor.
Mit dem Juniorpreis
2010 zeichnete die Jury die Schüler-Ingenieur-Akademie aus.
18 Schülerinnen und Schüler Heidenheimer Gymnasien entwickelten den „mobile-car-Communicator“. Dieses Gerät dient der Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit deren Umgebung, erläuterte Landrat Klaus Pavel das Konzept.
Den Festvortrag hielt der Vorsitzende der Geschäftsführung der ZF Lenksysteme
GmbH, Michael Hankel. Innovation sei die einzig sichere Überlebensstrategie und sichere die Arbeitsplätze, betonte er in seiner Rede.
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