In Ostwürttemberg ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai 2010 um 771 auf 12 144 gesunken
Die Zahl der Arbeitslosen hat sich in diesem Monat in der Aalener Hauptagentur und allen Geschäftsstellen im Ostalbkreis und im Landkreis Heidenheim reduziert. Die erneut erfreulich hohe Zahl der neu gemeldeten Stellenangebote spiegelt den vorsichtigen Optimismus in der Wirtschaft wider.
OSTWÜRTTEMBERG
(pm). Zwar ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat nur um
0,
3 Punkte auf
5,
3 Prozent gesunken (vor einem Jahr lag sie bei
5,
0 Prozent), jedoch reduzierte sich die Quote in Baden-Württemberg im Durchschnitt sogar auf
4,
9 Prozent. Die Arbeitslosenquoten sind in allen Arbeitsagenturen Baden-Württembergs gesunken. Im Vergleich zu den anderen
23 Agenturen in Baden-Württemberg liegt die Arbeitsagentur Aalen mit einer Quote von
5,
3 Prozent nur auf dem
19. Rang (Ravensburg:
3,
5 Prozent, Mannheim:
6,
3 Prozent). „Ob sich dieser positive Trend auch in den kommenden Monaten nachhaltig fortsetzen wird, ist jedoch nicht vorhersehbar“, kommentiert Hans-Joachim Gulde, Leiter der Arbeitsagentur, die aktuellen Zahlen.
Die Reduzierung der Arbeitslosigkeit im Mai in Ostwürttemberg ist auf eine Belebung in einigen Unternehmen zurückzuführen. Bezüglich der Dauer verfestigt sich aber bei verschiedenen Personengruppen die Arbeitslosigkeit mit der Folge, dass sie länger andauert und schwieriger zu beenden ist, als bei Personen, die erst kurze Zeit arbeitslos sind. Von der positiven Entwicklung können derzeit vor allem die Arbeitslosen aus dem Bereich des Arbeitslosengeldes I (SGB III) profitieren.
Während der Bestand der Arbeitslosen aus dem SGB III– Bereich seit Anfang
2010 monatlich insgesamt zurückgegangen ist (Januar
2010:
7509, Mai
2010:
5724), erhöhte sich der Bestand an Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) etwas (Januar
2010:
6247, Mai
2010:
6420). Insgesamt betrachtet liegt der Anteil der Arbeitslosen aus dem SGB III Bereich bei
47 Prozent, aus dem Alg II-Bereich (SGB II) bei
53 Prozent. Die Langzeitarbeitslosigkeit nimmt also zu.
Im Ostalbkreis ist die Arbeitslosenquote um
0,
3 Prozentpunkte auf
5,
1 Prozent zurückgegangen. Zum Stichtag waren
8355 Menschen arbeitslos gemeldet,
466 Menschen weniger als im April. Diese verteilten sich auf die vier Geschäftsstellen im Ostalbkreis wie folgt: Hauptagentur Aalen
2832 Arbeitslose bei einer Quote von
4,
9 % (Vormonat
5,
3 %), Geschäftsstelle Bopfingen
692 Arbeitslose bei einer Quote von
5,
1 % (Vormonat
5,
1 %), Geschäftsstelle Ellwangen
705 Arbeitslose bei einer Quote von
3,
1 % (Vormonat
3,
4%) und Geschäftsstelle Schwäbisch Gmünd
4126 Arbeitslose bei einer Quote von
6,
0 % (Vormonat
6,
2 %).
Im Landkreis Heidenheim liegt die Arbeitslosenquote bei
5,
6 Prozent und ist im Vergleich zum April um
0,
5 Prozentpunkte gefallen.
3.
789 Arbeitslose waren zum Stichtag im Mai registriert,
305 weniger als im April.
Ein Blick auf die Zu– und Abgangsdaten zeigt die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt.
2454 Menschen haben sich seit Anfang des Jahres neu arbeitslos gemeldet,
3217 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Im Agenturbezirk kamen dabei im Mai
779 Arbeitslose aus der Erwerbstätigkeit neu hinzu. Der Abgang in Erwerbstätigkeit liegt in diesem Monat bei
1210. Diese Verringerung um
431 stellt eine erfreuliche Tendenz dar.
Es liegen jetzt die aktuellen Zahlen für das
1. Quartal
2010 vor. Im Agenturbezirk Ostwürttemberg waren im März
2010 392 Betriebe mit
5582 Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen. Verteilt auf die beiden Landkreise ergibt sich folgendes Bild: Im Landkreis Heidenheim waren
91 Betriebe mit
1.
511 Beschäftigten in Kurzarbeit; im Ostalbkreis waren dies
301 Betriebe mit
4071 Kurzarbeitern. Eine weitere Reduzierung zeichnet sich ab.
811 ungeförderte Stellenangebote, das sind Stellen ohne staatliche Förderung, wurden den Mitarbeitern des Arbeitgeberservices (AGS) im Monat Mai neu gemeldet. Dies waren exakt so viele Stellenangebote wie bereits im April
2010. Der Anteil der offenen Stellen aus dem Bereich der Zeitarbeit steigt seit Jahresbeginn kontinuierlich an und liegt zurzeit bei etwa
36%. Im aktuellen Zugang liegt die Quote sogar bei knapp
42 Prozent.
Die Zahl der zu besetzenden Arbeitsstellen insgesamt ist im Vergleich zum April
2010 gestiegen: Der Bestand an ungeförderten offenen Stellen liegt im Mai bei
1761 (im April
1725). Im Ostalbkreis gibt es im Mai
1306, im Landkreis Heidenheim
455 ungeförderte offene Stellen.
Im Agenturbezirk sind bisher
3691 Bewerber/innen gemeldet, von denen momentan noch
1547 nicht mit einem Ausbildungsplatz versorgt werden konnten. Demgegenüber stehen
2519 zur Vermittlung gemeldete Berufsausbildungsstellen, von denen
903 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt sind. „Da das Berichtsjahr
2009/
2010 vom
1.
10.
2009 bis
30.
09.
2010 läuft und die Vermittlungsbemühungen weiterlaufen, können sich diese Zahlen noch weiter verbessern. Wir sind sehr zufrieden, dass die Arbeitgeber der Region weiterhin auf hohem Niveau ausbilden wollen“, so Gulde zum Ausbildungsstellenmarkt.
„Obwohl die regionale Wirtschaft von Erholung spricht, ist eine durchgreifende Reduzierung der Arbeitslosigkeit in der Region noch nicht erkennbar. Die momentan erfreuliche Absenkung der Quote um
0,
3 Prozentpunkte hat möglicherweise noch einen starken saisonalen Charakter, ist zudem durch den relativ hohen Anteil an angebotenen Stellen von Zeitarbeitsfirmen bedingt und lässt nicht automatisch auf eine stabile Belebung auf dem Arbeitsmarkt schließen“, so Hans-Joachim Gulde.
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