In der jüngsten Sitzung des Bauhof-Zweckverbands Ruppertshofen/Täferrot wurde über Alternativen zum Neubau nachgedacht
In Sachen Bauhof arbeiten die Gemeinden Ruppertshofen und Täferrot in Form eines Zweckverbands zusammen. Im Rahmen der jüngsten Verbandsversammlung wurde angeregt, frei werdenden private Gewerberäume zu kaufen oder zu pachten, statt für viel Geld einen Bauhof-Neubau zu erstellen. Von Gerold Bauer
RUPPERTSHOFEN/TÄFERROT. Die bisherige Planung sieht am Standort Ruppertshofen zwischen dem bestehenden Bauhofgebäude und dem Feuerwehrgerätehaus den Neubau einer Maschinenhalle sowie Boxen für die Materiallagerung vor. Von den
200 000 Euro Baukosten müssten die Gemeinden einen Eigenanteil von
60 000 Euro aufbringen. Nachdem jedoch überraschend zwei Firmen aus Ruppertshofen in den vergangenen Wochen Insolvenz angemeldet hatten, brachte Verbandsvorsitzender Jochen Renner, Schultes von Täferrot, die Idee ins Spiel, eventuell auf den geplanten Bau einer neuen Maschinenhalle für den Bauhof zu verzichten, wenn man stattdessen von einer dieser Firmen entsprechende Räume nutzen und dadurch die hohen Investitionskosten sparen könnte.
Er habe bereits mit den Insolvenzverwaltern Kontakt aufgenommen, berichtete Renner den Mitgliedern der Zweckverbandsversammlung. Insbesondere das Areal der Bauunternehmung Kissling — bereits mit befahrbaren Lagerboxen für Schotter etc. und im Innern mit Hochregalen ausgestattet — würde sich laut Renner sehr gut für die Bedürfnisse eines kommunalen Bauhofs eignen. Seitens des Eigentümers wurde ebenfalls ein grundsätzliches Interesse signalisiert — allerdings nur im Rahmen eines langfristigen Mietvertrags. An einen Verkauf der Immobilie werde nicht gedacht. Auch Peter Kühnl, Bürgermeister von Ruppertshofen, war damit einverstanden, diese Idee zu prüfen. Die Verbandsversammlung verständigte sich darauf, mit der Firma Kissling einen Ortstermin zu vereinbaren.
Thema in der Verbandsversammlung waren auch die vielen aufgelaufenen Überstunden. Diese lassen sich in der Hochsaison oft nicht vermeiden, da nur drei Personen die Bauhof-Arbeit in zwei Gemeinden erledigen müssen.
Aufgrund des sehr zufriedenstellend erledigten, aber aufgrund des strengen Winters heuer sehr zeitaufwändigen Winterdienstes konnten Überstunden nicht abgefeiert werden konnten. Allein der Bauhofleiter habe noch
160 Überstunden sowie einige Tage Resturlaub, die er aufgrund des Arbeitspensums bislang noch nicht abfeiern konnte.
Grundsätzlich zeigte sich die Verbandsversammlung sehr zufrieden mit der Arbeit des interkommunalen Bauhofs. Die Verteilung der Kosten bewegte sich im planmäßigen Rahmen, informierte Verbandskämmerer Bernhard Deininger, der sich auch um die Finanzen dieses Zweckverbandes kümmert. Ursprünglich war man aufgrund der jeweiligen Gemeindegröße von einer Arbeits-/Kostenverteilung im Verhältnis
1:
2 ausgegangen. Die tatsächliche Abrechnung ergab schließlich in der Tat
29,
34 zu
70,
66 Prozent.
Momentan habe der Zweckverband noch Rücklagen von knapp
25 000 Euro, so Deininger. Dieses Kapital möchte Verbandsvorsitzender Renner für die Beschaffung von Geräten nutzen, um Kosten für deren Anmietung zu sparen.
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