Weiterer Abschnitt für den Tunnel in der Leonhardsvorstadt jetzt in Angriff genommen /Portalwand erstmals sichtbar
Auf der etwa 1000 Meter langen Tunnelbaustelle Gmünd Ost ist jetzt eine weitere Bauphase eingeläutet worden. Seit Anfang der Woche läuft dort der Aushub für den Zufahrtstrog am künftigen Portal auf Hochtouren.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Die gigantische Baustelle zwischen Leonhardsvorstadt und der Ortseinfahrt aus Richtung Aalen lässt sich nur noch vom Flugzeug aus überblicken. Der Kanalbau für die Rems-Verlegung auf einer Länge von
800 Metern ist nun abgeschlossen. Vollständig ausgehoben und teils schon betoniert ist zudem nahe der Pfitzerkreuzung die
24 Meter tiefe Zielbaugrube, wo schon im nächsten Monat die „Ankunft“ des Rettungstunnels erwartet wird, der aus Richtung Lorcher Straße und unterm Lindenfirst hindurch von den Mineuren vorangetrieben wird. Ab jetzt konzentrieren sich die Baggerarbeiten an der Baustelle Ost und zwischen der Weleda und der Zielbaugrube sowie entlang des neuen Remskanals auf den Aushub eines
400 Meter langen Trogabschnitts.
87 Meter lang ist die Zufahrtsrampe zum zukünftigen Tunnelportal Ost, an der seit Anfang der Woche zwischen den vorgefertigten Betonpfahlwänden intensiv gearbeitet wird. Das Portal wird zwischen Leonhardskirche und Herrgottsruhkapelle entstehen. Von dieser Stelle aus bis zur Zielbaugrube für die bergmännische Bauweise an der Stadtmauer sind es exakt
315 Meter. In diesem Bereich wird gleichfalls ein mächtiger Trog entstehen, vergleichbar mit der bereits fertiggestellten Konstruktion am Tunnelbeginn Gmünd West. Diese
315 Trog-Meter des insgesamt
2,
2 Kilometer langen Tunnels werden hernach wieder zugedeckelt.
Die Ingenieure und Betonbauer stehen auf der Baustelle Ost vor weitaus größeren Herausforderungen als im Westen, wo Rampe und Trog auf relativ großer Baufläche geradewegs in die Tiefe zum bergmännischen Tunnel geführt werden konnten. In der Leonhardsvorstadt beträgt der Abstand sowohl zur Rems als auch zu den teils denkmalgeschützten Gebäuden teils nur wenige Meter. Dazu muss der Trog in einer recht scharfen Kurve gebaut werden, um Leonhardsfriedhof und Rems sozusagen zu umrunden. Das Gefälle wird auch steiler sein als am Tunneleingang West. Zwischen Weleda und Leonhardsvorstadt entsteht außerdem der Straßenverteiler Gmünd Innenstadt Ost. Der bergmännische Teil (
1687 Meter) des Vortriebs für den Haupttunnel hat jetzt die
1400-Meter-Marke überschritten und steht auf Höhe Lindenfirststraße kurz vor der Unterquerung der Rems. Der kleinere Rettungstunnel eilt voraus und hat jetzt die Länge von etwa
1460 von vorgesehenen
1613 Metern erreicht. Im Juli wird mit dessen „Durchschlag“ gerechnet.
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