Ziergehölzeschnittkurs mit Fachberater Franz-Josef Klement beim Obst– und Gartenbauverein Bettringen
Im Garten der Familie Schwarzkopf-Streit trafen sich kürzlich 24 Teilnehmer zum diesjährigen Ziergehölzeschnittkurs des Obst– und Gartenbauvereins Bettringen. Viele interessante Tipps wurden „geerntet“.
GMÜND-BETTRINGEN
(pm). Fachberater Franz-Josef Klement ging zunächst auf den Witterungsverlauf des Jahres ein: Da der Boden nicht gefroren war, führte der schneereiche Winter zur Auffüllung des Grundwasserspiegels. Der Mai war zu kühl und regenreich. Als Folgen davon sind Wachstumsrückstände an Zier– und Nutzgehölzen, wenig Obstansatz und Pilzbefall zu erkennen.
Der reich bepflanzte Garten bot Franz-Josef Klement reiche Auswahl an Ziergehölzen für Schnittvorführungen und Pflegetipps: Forsythie, Spiere, Sommerflieder, Flieder, Rosen, ein Kirschbaum und vieles mehr.
Fachberater Klement ging auch auf Fragen zum richtigen Düngen und Gießen ein. „Die meisten Hausgärten sind überdüngt. Generell reicht ein halber Zentimeter Kompost oder Mist für den Nährstoffbedarf der meisten Pflanzen aus“, kritisierte Franz-Josef Klement das Düngeverhalten der Gartenbesitzer. Ohne Bodenanalyse könne man ohnehin nicht sagen, was an Nährstoffen zugegeben werden muss.
Franz-Josef Klement wies die Anwesenden auf eine Änderung im Naturschutzgesetz hin: Künftig dürfen in Hausgärten das ganze Jahr Baumfällarbeiten durchgeführt werden; das Verbot von Rodungsmaßnahmen zwischen dem
1. März und dem
1. Oktober betrifft nur noch Flächen außerhalb des Siedlungsbereichs.
Gegen Ende des Schnittkurses präsentierte Hermann Dangelmaier Blätter und Zweige verschiedener Obstgehölze mit diversen Schädlingen und Krankheitsbefall, die er zusammengetragen hatte. Klement besprach die Krankheitsbilder: Monilia und Schrotschusskrankeit bei Kirschen, ein Pfirsichzweig mit Spitzendürre, Gallmilbenbefall und Birnengitterrost, Sägewespen– und Blattlausbefall und gab Tipps zur Abhilfe.
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