Erfolgreiches BAW/Mercedes-Qualifizierungsprojekt mit Beteiligung der Stadt und der Arbeitsagentur
Voll des Lobes sind Oberbürgermeister Richard Arnold und alle Beteiligten von der Mercedes-Benz-Niederlassung Gmünd, von der Agentur für Arbeit sowie vom Berufsausbildungswerk (BAW) über eine erfolgreiche Qualifizierungsmaßnahme. Hierbei wurden zwölf Teilnehmer in einem 120-tägigen Lehrgang zur „Servicekraft für Kraftfahrzeugpflege“ ausgebildet.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Die positive Bilanz, die im Rahmen eines Pressegesprächs gezogen wurde, wirkt als Ansporn für ähnliche Projekte. Diese sollen helfen, ungelernte Arbeitssuchende und Langzeitarbeitslose zu qualifizieren und zu motivieren, einen vollwertigen Einstieg in das Arbeitsleben zu finden.
OB Richard Arnold brachte die Sorge zum Ausdruck, das in den letzten Jahren eine sehr große Anzahl von niederschwelligen Arbeitsplatzangeboten einfach weggebrochen seien. Man habe es jedoch mit einer gesellschaftlichen Verpflichtung zu tun, auch solchen Mitbürgern zu helfen, die, aus irgendwelchen Gründen auch immer, in eine frühe oder auch lange Arbeitslosigkeit gerutscht sind. Das Projekt bei Mercedes Benz sei da absolut vorbildlich. Zwischen
30 und
40 Jahre alt waren nun die Teilnehmer. Mercedes-Ausbildungschef Rainer Wagenblast berichtete von einer hohen Motivation der Teilnehmer. Etwa ein halbes Jahr dauerte die Ausbildung zur zertifizierten „Servicekraft für Kraftfahrzeugpflege“. Längst nicht nur um Fahrzeugreinigung geht es, sondern auch um die Aufbereitung von Gebrauchtwagen, auch um Kenntnisse für die Durchführung kleinerer Reparaturen. Drei der zwölf Teilnehmer haben schon eine feste Anstellung gefunden, bei allen weiteren laufen Bewerbungen. Immerhin
1600 bis
2000 Euro brutto lassen sich in diesem Job verdienen, was gerade auch für Hartz-
4-Empfänger eine gute Perspektive ist. Mobilität bei der Arbeitsplatzsuche wurde als wichtig Bereitschaft bezeichnet. Wiederholt betonte OB Richard Arnold: „Die Zeiten ändern sich. Das Alter spielt eine eher untergeordnete Rolle. Seither hat man ab
50 bereits auf die Rente zugearbeitet, heute basteln
50-jährige an ihrer zweiten Karriere. Hab’ ich ja auch gemacht.“ Zukünftig werde man verstärkt auf Persönlichkeit, Fachkenntnis und Erfahrung von älteren Mitarbeitern angewiesen sein. Überhaupt die Altersfrage zu stellen, das sei ein völlig falsches Signal. Diese Einschätzung teilten auch Clemens Reitzig von der Arbeitsagentur für Arbeit und
BAW–Einrichtungsleiter Michael Nanz. Eine solche Zusammenarbeit von Stadt,
BAW, Arbeitsagentur und der freien Wirtschaft lohne sich, so das Fazit, für alle Beteiligten.
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