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Sonntag, 27. Juni 2010
Fußball, Bezirksliga: Erfolgstrainer Markus Lakner gelang es, das Maximum aus seiner Mannschaft herauszuholen
Meister der Bezirksliga und damit erster Aufsteiger in die Landesliga ist der FC Bargau. Zuletzt spielte der FCB in der Saison 1994/1995 auf Landesebene. Mit Erfolgstrainer Markus Lakner schafften die Germanen nun wieder den Sprung nach oben. Von Stefan Köpf
Die Vorzeichen für die Saison
2009/
10 standen alles andere als gut, so dass das Ziel im Vergleich zu den Vorjahren etwas heruntergeschraubt wurde. Platz fünf bis acht gaben die Bargauer offiziell aus und versuchten damit keineswegs einfach nur den Druck von sich zu nehmen, sondern vielmehr eine realistische Einschätzung vorzunehmen. „Viele Fragezeichen standen vor der Runde, da wir zahlreiche Ausfälle aus unterschiedlichen Gründen kompensieren mussten“, war Lakner anfangs skeptisch. Denn mit dem verletzten Markus Weber sowie den abgewanderten Andreas Herrmann und Daniel Rieg, der im Winter wieder zurückkehrte, fielen einige Offensivkräfte aus. Zu der Zeit dachte noch niemand daran, dass die Saison so erfolgreich sein würde. Doch was passierte mit dem Team, dass am Ende nicht nur der Bezirkspokalsieg gefeiert werden durfte, sondern auch noch der Aufstieg in die Landesliga? „Ich muss den Hut vor meiner Mannschaft ziehen, die eine geschlossene Leistung abgeliefert hat und das auch während sehr anstrengenden Phasen. Wir dachten immer nur von Spiel zu Spiel und das Team hat von Woche zu Woche mitgezogen“, war Markus Lakner von seiner Mannschaft begeistert. Auch der scheidende Abteilungsleiter Rolf Huttenlauch, der nach zehn Jahren sein Amt an Winfried Klotzbücher weitergeben wird, sieht die Entwicklung des Teams und den Zusammenhalt als das Erfolgsrezept: „Nach den vielen Ausfällen gleich zu Saisonbeginn mussten andere Spieler in die Bresche springen und das hat auch sehr gut geklappt. Roman Hübl, oder auch Torhüter Andreas Krieg kamen ins Team und haben eine tolle Runde gespielt.“ Krieg schlüpfte ohne Probleme in die Fußstapfen von Tim Hanselmann.
Kurz vor Saisonende stand der
FC Bargau dann gleich zwei Saisonfinals gegenüber. Donnerstags war das Bezirkspokalfinale gegen den TV Heuchlingen angesetzt und am folgenden Sonntag dann das letzte und entscheidende Punktspiel bei der
TSG Hofherrnweiler. „Das Pokalfinale in Böbingen war sehr hart, da wir bei äußerst widrigen Bedingungen spielen mussten und am Sonntag noch schwere Beine hatten“, schildert Markus Lakner die Situation. Auch Rolf Huttenlauch kritisierte die etwas ungünstige Ansetzung des Pokalfinales, das Bargau zwar gewinnen konnte, aber eben dort auch viel Energie ließ. Mit einem guten Gefühl, aber auch mit mentalem Druck gingen die Bargauer das Saisonfinale in Hofherrnweiler an, das am Ende knapp mit
0:
1 verloren wurde. „Zu Beginn haben wir gleich einige gute Chancen liegen gelassen und ein Elfmeter wurde uns nicht gegeben, dazu kam dann natürlich auch der mentale Aspekt hinzu, so dass das Spiel sehr enttäuschend für uns endete“, erzählt der Bargauer Coach aus seiner Sicht. Der Titel war damit eigentlich verspielt, ehe sich herausstellte, dass die
TSG einen nicht spielberechtigten Kicker eingesetzt hatte. So wurde die Partie noch nachträglich in einen Bargauer Sieg umgewandelt. Für den
FCB keine einfache Situation, denn Konkurrent Unterkochen hatte die Meisterschaft schon gefeiert. „Wir sind natürlich glücklich über den Aufstieg, doch ohne den Fehler eines Dritten hätten wir es nicht geschafft. Wirklich freuen kann man sich darüber verständlicherweise nicht“, so Lakner. Auch für Huttenlauch hat das ganze einen bitteren Beigeschmack: „Der
FCB hat den Aufstieg geschafft und hat auch eine tolle Runde gespielt. Für die Umstände, wie der Aufstieg schlussendlich zustande kam, kann der
FC Bargau nichts. Doch emotional lässt sich diese Meisterschaft gar nicht vergleichen mit der Saison
1993/
1994.“
Die brisante Situation soll aber vor allem die tolle Rückrunde des
FC Bargau nicht schmälern, denn diese war überragend. Von Platz drei und mit fünf Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter arbeitete sich die Lakner-Elf als beste Rückrundenmannschaft auf den ersten Platz vor und kann sich aufgrund dieser Tatsache als verdienter Meister fühlen. Die Art und Weise wie das Team von Markus Lakner diese strapaziöse Saison so erfolgreich absolvierte, spricht nicht nur für die so viel gelobte Mannschaftsleistung, sondern auch für den Trainer. „Markus Lakner ist nicht nur ein super Trainer, sondern auch ein außergewöhnlicher Mensch“, schwärmt Huttenlauch vom Erfolgscoach.
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