Im gewaltigen Tunnel-Tiefbau an der Pfitzerkreuzung nimmt jetzt der Rettungstunnel aus Beton und Stahl Gestalt an
Einfach nur atemberaubend und nichts für schwache Nerven ist für einen Laien der Abstieg hinab in die gewaltige Trogbaustelle für den Tunnel an der Pfitzerkreuzung – natürlich nur ausnahmsweise möglich in Schutzkleidung und mit Begleitung.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Weiterer Eindruck: Dort unten in rund
24 Metern Tiefe, in der so genannten Zielbaugrube, entwickeln die Tunnel– und vor allem Betonbauer ein wahres Kunstwerk, bestehend aus geschwungenen Schalteilen, extra angefertigtem Stützwerk und aus einem unendlich wirkenden Nachschub aus Baustahl und Beton. Mit besonderer Achtung wird in dieser „Unterwelt“ von Planer und Arbeitsvorbereiter Jürgen Riener gesprochen, der Meister seines Fachs sei, um diesen Teil des Rettungstunnels anzufertigen. In diesen Wochen schon erreicht der bergmännische Teil des Tunnelbaus die Zielbaugrube und wird an diesen Trogbauteil angedockt. Bis Ende des Jahres erfolgt parallel dazu und entlang der Rems der Haupttunnel. Es sind ganz besondere Herausforderungen, denn Bahnlinie und Rems müssen knapp unterquert werden, dazu weit unterhalb des Grundwasserpegels. So gleichen die gewaltigen Betonpfahlwände dort unten stellenweise auch munteren Wasserspielen. Der Wassereinbruch ist gewollt. Erst später ist die Konstruktion so wasserdicht und der Trogbau so schwer, dass der Tunnel allein durch sein Eigengewicht sicher und trocken dort unten liegt. Ein ganz anderer Arbeitsplatz: Mit einer Kanzelhöhe von
60 Metern überragt der derzeit größte von einem Dutzend „Stadtumbau-Kränen“ die Szenerie an der Pfitzerkreuzung. Wir haben für unsere Leser hier mal alle Perspektiven eingefangen – und sind dabei mächtig ins Schwitzen gekommen.
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