Tag der offenen Tür für Alt und Jung im Generationentreff Spitalmühle — viele arbeiten mit
Das Herzstück der Seniorenarbeit Gmünds ist längst ein Ort der Begegnung geworden; Eltern sind hier mit ihren Kindern, Frauen aus unterschiedlichen Kulturen tauschen Rezepte aus: Was die Spitalmühle ist und kann, wird am 3. Juli zu sehen sein.
SCHWÄBISCH GMÜND (bt /sv). Viele gute Dinge in der Stadt, so erklärte Bürgermeister Joachim Bläse gestern, haben hier ihren Anfang genommen – er blickte auf den Stadtseniorenrat, der die politische Arbeit leistet und derzeit am in Aalen bewährten Konzept „Seniorenbegleiter“ arbeitet, auf Wohnberatung und „Blickkontakt“ auf Stadtteilftreffs und Generationennetze und wünschte sich, die ganze Stadt möge wahrnehmen, wie sinnvoll es sei, Dinge gemeinsam anzugehen: „Es muss nicht jeder immer alles neu erfinden“. Aus der Spitalmühle sei ein Ort der Begegnung geworden, eine Oase, die nun möglichst viele Menschen kennen– und schätzen lernen sollten.
Dank einer Initiative des Freundeskreises, so freute sich die Chefin Gertrud Kolbe-Lipp, findet am Samstag,
3. Juli, von
11 bis
17 Uhr, ein Tag der offenen Tür für Alt und Jung in der Spitalmühle und im Spitalinnenhof statt; sie sieht darin eine Chance, sich einer breiteren Bevölkerungsgruppe zu präsentieren und auf ihr erweitertes Angebot als Generationentreff hinzuweisen. Damit sich auch wirklich alle Generationen im Programm wiederfinden, sorgen Vreni Krieger und ihre
a.l.s.o.–LIA-Truppe mit riesenhaften Brettspielen für die Unterhaltung der Jüngsten. Überhaupt soll es einen bunten, interessanten Tag geben; dafür arbeiten alle Beteiligten seit geraumer Zeit.
Im Innenhof werden verschiedene Gmünder Generationen– und Stadtteiltreffs vertreten sein und auf ihre Arbeit abseits der Kernstadt aufmerksam machen — dies sind das Stadtteilbüro Süd, das Stadtteilzentrum Ost, das Generationenbüro Straßdorf, sowie der Förderverein des Seniorenzentrums Riedäcker mit seiner Begegnungsstätte. Diese Einrichtungen bieten älteren Menschen in ihren Stadtteilen entscheidende Hilfen an; das erspart oft längere Wege in die Stadtmitte. Wie eine solche Einrichtung entstehen und wachsen kann, erklärte gestern Werner Rieg von der als „beispielhaft“ gepriesenen Straßdorfer Einrichtung, der es tatsächlich gelingt, Generationen zusammenzubringen und das „Dörfliche“ zu bewahren, die ein Schneeschipp-Programm ebenso verwirklicht wie ein kostenloses „Café zur Marktzeit“.
Ein wirklich attraktives Angebot und den Höhepunkt des Tages hat der Freundeskreis der Spitalmühle mit einer prächtigen Tombola auf die Beine gestellt.
54 Gmünder Geschäfte und sonstige Einrichtungen haben Wertvolles gespendet – Schmuck, hochwertige Sonnenbrillen, eine Wetterstation und tausend andere Dinge. Die Initiatoren des Tages der offenen Tür dankten im Pressegespräch den Spendern für ihr außergewöhnliches Engagement. Insbesondere Vorsitzende Gabi Mucha, die gestern in mehreren Funktionen sprach, wurde nicht müde, die überwältigende Reaktion der Gmünder Geschäftswelt zu preisen. In einem Pavillon werden Mitglieder und Vorstand des Vereins „Freunde der Spitalmühle“ ihre Lose und Preise anbieten. Vom Erlös dieser Tombola will der Freundeskreis eine technische Ausstattung für die monatlich stattfindenden Filmvorführungen der Spitalmühle erwerben — und den gesamten Tag gleich filmen lassen.
Margarete Schmid erklärte gestern, was die Wohnberatung zu leisten vermag und wie dies am kommenden Samstag vermittelt wird; unter anderem werden die
20 zertifizierten Handwerksbetriebe vorgestellt, die die tägliche Arbeit der Beratungsstelle und natürlich das Leben der Ratsuchenden erleichtern sollen. Waltraud Schülting präsentierte den „Blickkontakt“ Gmünds Hobby– Kontakt– und Wissensbörse, der sich über
1800 Interessenten freue und sich an diesem Tag ebenfalls im besten Licht zeigen will.
Ein Haus mit Leben füllen – und der Öffentlichkeit präsentieren
Ganz zentral an diesem Tag: Im Haus der Spitalmühle kann man sich auf Präsentationstafeln und in den Gruppenräumen über die Arbeit der Spitalmühle erkundigen. Im Raum Rechberg, im
1. Stock, informieren Stadtseniorenrat und Wohnberatung über ihr Angebot bzw. über ihre Arbeit. Die ehrenamtlich tätigen Vorstände des Stadtseniorenrats würden sich über einen regen Austausch mit der Bevölkerung sehr freuen. In der Galerie, kann man an diesem Tag nicht nur die schönen Aquarelle von Ute Haag bewundern, sondern auch die Produkte der Schnitzer– und Drechslergruppe, die beide durch Vermittlung des „Blickkontakt“ entstanden sind. Am Nachmittag sind im Raum Hohenstaufen die Schachspieler anzutreffen, die gerne auch den interessierten Kindern erklären, was sie beim Kurs „Einführung in das Schachspiel“ in den Sommerferien erwartet.
Ebenfalls ab etwa
14 Uhr stellt sich im Raum Rosenstein die Donnerstags-Handarbeitsgruppe vor. Sie würde sich über weitere Mitglieder, besonders auch Frauen anderer Nationalitäten, sehr freuen; wer will, kann gleich mitmachen.
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