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» Ostalbkreis | Montag, 28. Juni 2010

Die Bewohner von Wißgoldingen feierten die Renovierung von Bezirksamt und Backhaus

Vom allerbesten Sommerwetter ließen sich die Wißgoldinger und Gäste am Samstagnachmittag verwöhnen, als sie mit einem Fest die gelungene Renovierung ihres Bezirksamtes und des Backhäusles feierten.

WALDSTETTEN-​WISSGOLDINGEN (kos). Die Jugendkapelle Wißgoldingen unter Constanze Scheel machte den musikalischen Auftakt, und schon zogen die ersten Duftwolken vom Backhäusle herüber. Ortsvorsteherin Ingrid Banzhaf begrüßte danach alle beim „wunderbar gelungenen Bezirksamt“. Es sei ein mutiger Entschluss gewesen, das Bezirksamt von Grund auf zu renovieren. Es sei nun für die Bürger ein zentrales Gebäude mit verschiedenen Nutzungen. „Es ist ein richtiges Bürgerhaus — ein Haus der Vielfalt“. Sie erinnerte an die Geschichte des Hauses, als die Herren von Holtz in Wißgoldingen noch die Grundherren waren. Damals kostete der Bau 4700 Gulden und diente bis 1966 auch noch als Schulhaus. Als die Jugendkapelle ein weiteres musikalisches Tupferle in die Feier gesetzt hatte, trug Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold auf seine ihm eigene Weise in wohlgesetzten Versen zum Gelingen des Nachmittages bei und erinnerte dabei auch an die Baugeschichte. Nun dürfe man auf die Wisslinger Schaltzentrale als besonderen Augenschmaus stolz sein. Für viele Arbeit bei der Sanierung lobte er besonders Marianne Pfletschinger und den Architekten Paul Herkle, der das ortsbildprägende Gebäude in ein Schmuckstück verwandelt habe.
Auch alle Handwerker, der Ortsbaumeister, der Bauhof und Siegbert Prößler hätten großes Lob verdient. Die tolle Ortsmitte mit Kirche, Pfarrhaus; Rathaus und Backhäusle verleihe jetzt dem stolzen Ort Wißgoldingen mit dem so entstandenen Prachtboulevard „Straße zur Vorstadt“ neuen Glanz. Und das würde auf große Akzeptanz stoßen. Für all die Unterstützung bei der Renovierung und dem dabei gezeigten Dorfzusammenhalt dankte er. Nun habe man ein gut frequentiertes Bürgerhaus und ein tolles Backhaus, in dem ein neuer Ofen dampfe. Ergo: Die Muttergemeinde habe wieder für alle gut gesorgt. Und auch der Ortsvorsteherin Ingrid Banzhaf und dem Ortschaftsrat wolle er danken. Und er und Ingrid Banzhaf würden nach der Segnung alle zum Freibier einladen, und er denke, dass er damit der Gemeindekasse nicht schaden würde. Dass es großen Beifall gab, ist sicher nicht zu verwundern.
Näheres über die erfolgte Sanierung (wir berichteten darüber bereits ausführlich) gab dann Architekt Paul Herkle bekannt, wobei er ebenfalls die Eigenleistung der Wißgoldinger Mitbürger hervorhob und allen am Umbau Beteiligten dankte. Er übergab dann an Ortsvorsteherin Ingrid Banzhaf und Bürgermeister Michael Rembold den zuvor im Backhaus gebackenen symbolischen Schlüssel für das Haus. Lobende Worte über die nun wunderschöne Ortsmitte mit dem renovierten Bezirksamt gab es dann vom Bundestagsabgeordneten der CDU Norbert Barthle, der dabei auch daran erinnerte, dass die Tradition der Backhäusle im Süden für eine gute Backkultur stehen würden, die es zu erhalten gelte.
„Zum menschlichen Tun muss der Segen Gottes hinzu kommen“ wusste dann Pfarrer Klaus Stegmaier, der zusammen mit dem evangelischen Pfarrer die Segnung der Gebäude vornahm, wobei um den Segen des Herrn gebeten wurde. Nach der Segnung leitete die Jugendkapelle mit ihren Klängen dann zum fröhlichen Bürgermeister-​Freibiertrinken über, zu dem gewiss niemand nein sagte.
 

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