Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Mittwoch, 30. Juni 2010

Abschluss der Projektwoche an der Musikschule Waldstetten mit einem Konzert auf dem Kirchberg

Auch in diesem Jahr brachte die Projektwoche enorme Früchte. Dies war in einem grandiosen Finale am Sonntag bei der Veranstaltung Musik und Begegnung auf dem Kirchberg zu hören, als die Musikschule Waldstetten sich wieder als gläserne Institution mit all ihren Abteilungen präsentierte.

WALDSTETTEN (msw). Und als ob man mit dem Wettergott bestens im Bunde stehen würde, war das Ambiente ganz und gar alt tropisch oder zumindest südländisch zu bezeichnen. Da passte es mehr als gut, dass die Percussionisten an der Musikschule unter der Leitung von Manfred Fischer und seinen Kollegen Sandra Gross und Andreas Weber mit dem Opus „Percussion Brasil“ mächtig loslegten. Der fetzige Groove war dann auch gleich das Startsignal für das Tastenorchester in welchem Ilona Kohl, Iris Kostrzewa und Martina Rieberger alle möglichen Tasteninstrumente zu einem großen Orchster zusammenfassten.
Das große Gemeinsame ist und bleibt die Leitlinie des rührigen Betriebes in Waldstetten und dies wurde auch in den Beiträgen aus der Projektwoche deutlich. Viele Teilnehmer hatten die Aktionen zwischen dem 21. und dem 26. Juni besucht, dabei war der normale Unterrichtsturnus aufgelöst.
Wie eine gute Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Disziplinen aussehen kann, belegten dann Frank Schmitt, Friederike Baumgärtel, Petra Schäffauer, Anja Barth und Christine Petraschke mit dem Projekt „Jeder Tag hat eine Farbe“. Jugendkunstschule, Elementarerziehung und Instrumentalfächer hatten diese Aktion jeden Tag über die ganze Woche immer wieder unter neuen Aspekten veranstaltet. Der ganzheitliche Ansatz kam mit seinem Ergebnis am Sonntag beim Publikum bestens an. Das Gegenstück hierzu war das Weltmusikprojekt „Masala“. In Anlehnung an das Original das jeder Jahr in Hannover stattfindet, inszenierten Johannes Groß, Petra Schäffauer und Christine Petraschke ein schönes Szenario mit Sambavögeln, heißen Bongo. Rhythmen bis hin zum Masalatanz.
Überhaupt war es eine bunteste Mischung, welche die Lehrkräfte und Schülern dem zwar stark schwitzenden aber dennoch bestens gelaunten Auditiorum vorstellen durften. Leo Becker (Trompete) schoss mit seinen Alphörnern wirklich sprichwörtlich den Vogel ab.
Die Truppe hatte handelsübliche Vuvuzuelas mit Rohren zu alphornähnlichen Trompetengeschossen umgebaut. Die original schwyzer „Alphornserenade“ war ein echter Ohrenschmaus. Ingo Wanner groovte richtig mit seinen Cajons ab, bevor dann Carmen Bleicher mit Antonio Vivaldi und dem Blockflötenchor ganz andere, barocke Klänge sehr gekonnt auf die Bühne brachte. Lockere Streicherklänge offerierte das Miniorchester mit Friederike Baumgärtel, Ina Reich und Volker Held mit dem Piratentango und einem lustigen Rag.
Die Blechbläser inklusive einem Saxofon (allesamt Schüler von Leo Becker, Johannes Groß, Sebastian Rathmann und Wiebke Weiss) waren ein gelungener Auftakt ins Finale. „Musi Mix — Querflöte küsst Akkordeon“ — unter diesem doch sehr anregenden Motto agierten Querflöten und Akkordeon mit einigen Originalkompositionen.
Martina Rieberger und Carmen Bleicher bildeten mit ihren musikalisch Aktiven einen wunderbaren Abschluss unter ein zwar meteorologisch anstrengendes aber musisch voll beglückenden Mittags.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen