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» Ostalbkreis | Mittwoch, 30. Juni 2010

Oberfläche ausgewaschen, Steinchen lösen sich: Nach 48 Jahren ist die Sanierung auf dem Heubacher Flugplatz wohl fällig

Es war nicht das erste Mal, dass Heubacher Stadträte sich die Schäden auf der Landebahn des Flugplatzes besahen. Jetzt aber ist die Sanierung der Landebahn wohl endgültig fällig. Man rechnet mit Kosten in Höhe von 225000 Euro. Ein Viertel davon trägt das Land.

HEUBACH (rw). Von Flugleiter Emil Hofmann ließ sich der Bauausschuss gestern den Zustand erläutern: Der Asphaltbelag der 750 Meter langen und 20 Meter breiten Landebahn ist 48 Jahre alt, von der Verlängerung abgesehen, stammt sie vom Bau des Platzes. Der Belag ist ausgewaschen, aus dem Bitumen lösen sich hin und wieder scharfkantige Steinchen. Es hat Furchen mit einer Tiefe von drei bis vier Zentimetern darin, von der Seite dringt Unkraut in die Ritzen, und noch immer sind die Spuren des Aufschlagbrandes zu sehen, der sich dort vor einigen Jahren ereignete. Wenn Räder von landenden Flugzeugen beim Bremsen blockieren, wirke diese Oberfläche „wie ein Reibeisen“, so Hofmann. Immer wieder platzen Reifen, die Maschinen müssen dann abgeschleppt werden. Piloten beschweren sich auch über angesogene Steinchen, die zu Propellerschäden führen. Aus der Luft sei die graue Landebahn nur schwer zu erkennen, es habe schon ortsfremde Piloten gegeben, die zunächst die Nordumfahrung ansteuerten und erst spät ihren Irrtum bemerkten — nicht gerade günstig für die Flugsicherheit. Nach der Sanierung mit einem schwarzen Belag, neuer weißer Mittellinie und neuer Schwellenmarkierung an den Enden der Bahn sei die Flugsicherheit wieder hundertprozentig gewährleistet, der Flugplatz leichter auffindbar und insgesamt wieder attraktiver. Der Bauausschuss kam überein, dass die Verwaltung Fachleute mit einem Sanierungskonzept beauftragt. Stadtbaumeisterin Ulrike Strohm informierte auf dem Flugplatz auch über den Zustand der Abstellhalle, deren Dach undicht ist. Die Reparatur koste 37000 Euro, wolle man eine Photovoltaikanlage darauf installieren, kommen weitere 160000 Euro hinzu.
Bürgermeister Klaus Maier gab bekannt, dass sich die Gesamtkosten der Nordumfahrung auf 3,746 Mio. Euro belaufen. 2,945 Mio. werden als mit 70 Prozent zuwendungsfähig anerkannt, was knapp zwei Mio. Euro bedeutet.
Anschließend befasste man sich mit Baugesuchen, darunter eine Nutzungsänderung. Ein Pizzaservice in den Rodelwiesen beantragte eine längere Betriebszeit, die der Ausschuss jedoch ablehnte.
Für den Brandschutz an der Realschule gab der Ausschuss sein Plazet zu einigen Vergaben in der Gesamthöhe von 200000 Euro, darunter die Erstellung von Fluchttreppen. Vergeben wurden auch die Kücheneinrichtung der Gymnasiums-​Mensa (Firma Hogaka, Ulm, 32000 Euro) und die Sonnenschutzanlagen (Firma Rollladen Kaiser, Aalen, 13000 Euro). Die Heubacher Albvereins-​Ortsgruppe will ihre Hütte auf dem Glasenberg an die Kanalisation anschließen. Ein Leerrohr wurde vor 20 Jahren gelegt, ein eingelegter Abwasserschlauch könnte die Leitung tauglich machen. Ob’ s funktioniert, soll ein Versuch erweisen.
 

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