5. Internationales Audifestival und 4. Heubacher Oldtimertreffen
Nicht nur auf dem Schlossplatz, nein in der ganzen Oberstadt in Heubach fand am Sonntag mit 500 Fahrzeugen das vierte Heubacher Oldtimertreffen statt. Von Karin Abele
HEUBACH. Am Freitag begann bereits das Event für alle klassischen Fahrzeuge aus der Geschichte der Audi AG auf dem Schlossplatz in Heubach mit
270 Autos. Dazu meinte ein alter Audianer, noch nie so viele Audis auf einem Haufen gesehen zu haben. Die Typ
43-Interessengemeinschaft organisierte wieder das internationale Audifestival, der am weitesten angereiste kam aus England und hatte
1448 Kilometer zurückgelegt, außerdem war Holland, Luxemburg und die Schweiz vertreten. Um wetterunabhängig zu sein, bauten sie ein Festzelt zwischen Schlossplatz und Kulturhaus auf, die Bewirtung erfolgte durch Heubachs Bierkneipe Altes Sudhaus. Am Samstag fanden in der Silberwarenfabrik die Hauptversammlungen vom Typ
43-IG, ACCD, ACDM und Typ
44 statt. Als Besonderheit war wieder Helmut Bischofberger und sein Hochdach zu sehen, dieses Auto erwarb er
1983 von Audi und baute es
1984 zum Familien-Campingfahrzeug um. Dieses Fahrzeug ging
1984 durch den TÜV und wurde als Experimentierfahrzeug umgebaut. Bis heute wird es genutzt.
Von
1984 bis
86 gingen rund
30 bis
35 vom Band. Mit Faltdach waren aus Jülich aus dem Kreis Düren die Freunde vom Audi Coupé Club Deutschland angereist. Am Samstag waren
350 Personen bei Musik und Tanz beim Festabend in der Stadthalle. Die Teilnehmer haben sofort ein Thema, kennen sich untereinander und es ist sichtbar wie sie sich unter ihresgleichen wohl fühlen. Ein wichtiges Thema ist: „Wie ist das eine oder andere Ersatzteil zu bekommen?“ Auf diese Frage gab es auch auf dem Teilemarkt die eine oder andere Antwort.
Die Ausfahrt fiel aus, es wäre eine zu lange Kolonne geworden. Am Sonntag war dann auf dem Schloss– und Marktplatz bei der Silberwarenfabrik auf den Parkplätzen der Firma Triumph und der Hirschbrauerei das vierte Heubacher Oldtimertreffen. Die Bandbreite war riesengroß vom Oldtimerbus, Feuerwehrfahrzeug, bis zum VW-Käfer, DKW, Daimler, Bentley, Schebera nach Bildern wieder aufgebaut, LKW (Kälble), alte Motorräder. Organisator Gunter Holley war in der riesigen Hitze sehr gefordert, um allen „Guten Tag“ zu sagen und ihnen einen Platz anzuweisen mit all den vielen Helfern auf den einzelnen Parkplätzen. Insgesamt waren
500 Fahrzeuge am Sonntag vertreten. Der
77-jährige Karl-Heinz Gartmann mit seinem Savannenbeigen Audi
100 S
2T Bauj.
1969 aus Leverkusen war der älteste Teilnehmer. Er kaufte dieses Auto
1981 in gutem Zustand mit
121 600 Kilometer, für ihn ist es ein reines Sommerfahrzeug, selbst die Bestuhlung hatte er im Original aufarbeiten lassen, den Motor hat er bei
160 000 Kilometer getauscht der heute
360 000 Kilometer hat. Das Fahrzeug hat alle Finessen, Mittelschaltung, Niveaulift, VA G-Kat, Anhängekupplung, Temperaturanzeige, Öldruck, Öltemperatur und Voltmeter in der Mittelkonsole. Er pflegt sein Auto selbst, selbst einen Tempomat hat er eingebaut, alle notwendigen Ersatzteile hat er im Kofferraum. Bunt gemischt war der große Andrang des Publikum, denn es kamen nicht nur die Älteren beim Fachsimpeln, bei Unterhaltungsmusik durch die Werkkapelle Spießhofer und Braun unter der Leitung von Martin Pschorr und gutem Essen auf ihre Kosten, auch für die Kinder gab es vieles, beispielsweise ein antikes Kinderkarussell, Kinderschminken und einen Luftballonwettbewerb für den Dreherhof. Auch viele junge Familien freuten sich an dem blinkenden Chrom. Helmut Herb vom DAVC Landesgruppe Staufen Ostalb fuhr mit seinem Schlepper Porsche Diesel Baujahr
1960 mit Anhänger zwischen den einzelnen Standplätzen als Shuttles, was vor allem die Attraktion für die Kinder war. Das nächste Treffen wird wieder in der Fronleichnamswoche vom
23. bis
26. Juni
2011 sein.
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