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Dienstag, 08. Juni 2010
Schwimmen, Deutsche Jahrgangs-Meisterschaften in Berlin: Trainer Martin Rademacher zufrieden mit den Ergebnissen
Mit ziemlich gemischten Gefühlen hatte sich Martin Rademacher mit einem Sextett an Aktiven in der vergangenen Woche auf nach Berlin gemacht. Nach fünf Tagen deutsche Jahrgangsmeisterschaften war der Trainer des Schwimmvereins Gmünd zufrieden. Fünf Finalplätze waren am Ende mehr, als er sich im Voraus erhofft hatte. Von Hans-Peter Sick
Zumal die Form vor dem Trip in die deutsche Hauptstadt nicht unbedingt dafür sprach. Doch vor allem Denise Lachnit, Christina Rollny und Denis Miller sorgten im Verlauf der Titelkämpfe für mehr Wohlbefinden bei ihrem Coach. Allerdings dauerte es ein wenig, bis der „
SVG–Express“ in Berlin ins Rollen kam.
So hatte auch Denise Lachnit bei ihrem ersten Einsatz noch etwas „Ladehemmung“ und schwamm über
50 m Brust eher mit angezogener Handbremse. Mit
34,
77 Sekunden belegte sie im Jahrgang
1994 Rang
13. Doch dann kam die Schülerin langsam in Fahrt – und hatte zudem noch das Glück der Tüchtigen, denn über
200 m Brust rutschte sie nach
2:
46,
05 Minuten gerade noch als Zehnte in das Finale. Dort steigerte sie sich auf gute
2:
43,
31 Minuten. Rang sechs war der Lohn dafür. Doch damit war noch nicht Schluss bei Denise Lachnit. Nach
1:
15,
39 Minuten qualifizierte sich über die
100 m-Brustdistanz als Fünfte für die abendliche Entscheidung. Dort ließ sie es nochmals „krachen“ und verbesserte sich auf starke
1:
14,
89 Minuten, die einen ausgezeichneten vierten Platz bedeuteten. „Jetzt ist sie in Berlin angekommen und hat ihre Trainingsleistungen umgesetzt“, lobte Martin Rademacher seinen Schützling, der sich zudem für das Finale um einen Platz im Team des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) für die Junioren-Europameisterschaften in diesem Sommer der Jahrgänge
1994/
1995 sicherte. Bei diesem Zusatz ging Denise Lachnit dann allmählich die Kraft verloren und sie beendete das Rennen nach
1:
15,
76 Minuten als Siebte. „Mehr war da nicht mehr drin“, meinte Martin Rademacher.
Auch Christina Rollny brauchte im Jahrgang
1997 eine „Aufwärmphase“ in Form des Rennens über
100 m Rücken, bei dem sie nach
1:
11,
77 Minuten und Platz
19 im Ziel war. Das Hauptaugenmerk bei ihr lag zudem mehr auf den
200 m Rücken. Mit
2:
29,
93 Minuten schwamm sie sich als Neunte in das Finale. Dort verbesserte sich die Gmünderin auf
2:
29,
19 Minuten und belegte in der Endabrechnung Rang sieben. „Sie war etwas zu nervös, das muss sie ablegen“, gab es vom Trainer erste Manöverkritik, der aber mit ihrer Vorstellung nicht unzufrieden war.
Ganz schön cool und frech sagte Denis Miller für sich eine Zeit „um die
1:
07“ über
100 m Brust voraus. Nach seinen Trainingsleistungen im Vorfeld fast schon Utopie. Doch der Schüler ist ganz schön abgekocht und kann sich auf die Sekunde voll konzentrieren. So auch in Berlin, als er im Vorlauf als Vierter über diese Strecke
1:
07,
44 Minuten „hinlegte“ und nicht nur Martin Rademacher verblüffte. Im Finale war er nach
1:
07,
71 Minuten als Fünfter im Ziel. Ähnlich auch seine Vorstellung über die doppelt so lange Bruststrecke. Mit
2:
29,
19 bot er in der Qualifikation als Sechster eine starke Leistung, wurde aber im Finale mit
2:
30,
89 Minuten Achter.
Nicht so recht in Form waren zwei andere Gmünder. Hannes Röhrle belegte im Jahrgang
1992 mit
2:
31,
97 Minuten über
200 m Brust Platz
13 und kam über die halb so lange Strecke nach
1:
11,
78 Minuten auf Rang
20 in seiner Altersklasse ins Ziel. Recht mühsam quälte sich Anna Sobl zeitweise über ihre Strecken.
9:
20,
61 Minuten waren über
800 m Freistil nicht das Maß ihrer Fähigkeiten, die im Jahrgang
1993 Rang neun bedeuteten. Auch über
1500 m Freistil tat sie sich in der offenen Klasse schwer und belegte nach
17:
48,
94 Minuten den
26. Platz.
Blieb noch Maximilian Forstenhäusler, der im Jugendmehrkampf des Jahrgangs
1997 an den Start ging und die Berliner Halle „schlicht und einfach geil“ fand. Am Ende belegte er unter
52 Startern in seiner Altersklasse mit
2439 Punkten Rang
19. Bei allen seinen Rennen schien er von der Atmosphäre in dem „Schwimmtempel“ beflügelt zu sein und zeigte stets starke Leistungen.
1:
00,
53 Minuten über
100 m Freistil,
4:
40,
28 Minuten über
400 m Freistil,
1:
06,
76 Minuten über
100 m Schmetterling und
2:
31,
13 Minuten über
200 m Lagen waren dabei seine Marken.
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