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» Sport | Donnerstag, 01. Juli 2010

Jiu Jitsu: Sportler aus dem Gmünder Raum, aus dem Filstal sowie aus den neuen Bundesländern in Südtirol

pm). Auch noch nach Jahrzehnten in der neuen Heimat hat der Gmünder Sportpionier und gebürtige Südtiroler Josef Oberhollenzer enge Beziehungen zu seiner alten Heimat. So organisierte er kürzlich eine Busfahrt zu Kampfsport-​Kameraden nach Neumarkt im Südtiroler-​Etschtal.

Dort stand nicht nur der technische Austausch der Jiu-​Jitsu-​Sportler im Blickpunkt, sondern auch die Pflege der internationalen Freundschaft sowie das Kennenlernen dieser auch touristisch sehr reizvollen Region. Sportlerinnen und Sportler aus den WJJF-​Dojos in Schwäbisch Gmünd, Gschwend, Leinzell, Süßen, aus dem Vogtland und aus Sachsen sowie Gäste vom Kuntaiko-​Dojo des BSC Wetzgau erlebten bei der Abteilung Ju Jitsu des Amateursportvereins Neumarkt eine beeindruckende Gastfreundschaft. Die Vereinsleitung mit Urban Vaja, Egon Gasser und Karlheinz Kister hatte zum Seminar ihren Großmeister Piero Rovigatti (8. Dan) aus der Emilia Romagna als Dozent eingeladen. Der hochrangige Repräsentant des „Centro Studi Ricerche“ beeindruckte die Teilnehmer durch teilweise artistische Techniken, die viel fürs Auge boten.
Von deutscher Seite unterrichteten bei dem sehr gut besuchten Seminar Sepp Oberhollenzer (6. Dan Jiu-​Jitsu), Uli Häßner (5. Dan Jiu Jitsu) Richard Schmidt (5. Dan und 3. Dan Hanbo-​Jitsu), Gerold Bauer (5. Dan Kempo-​Judo), Herbert Cizik (4. Dan Jiu Jitsu) und Helga Waibel (3. Dan Aikido). Diese Vielfalt der kampfsportlichen Stilrichtungen gab diesem Seminar eine besondere Note, die bei den Sportlern in Südtirol sehr gut ankam. Es hat sich dabei auch gezeigt, dass sich der „Kampfsport made in Germany“ international nicht verstecken muss.
Unter den Teilnehmern waren keineswegs nur deutschsprachig aufgewachsene Südtiroler, sondern auch „echte“ Italiener, so dass während des zweisprachig durchgeführten Seminars auch die Völkerverständigung gepflegt wurde. Und immer wieder zeigte sich, dass sich Kampfsportler auch mit Mimik und Gestik verstehen, wenn mal das passende Vokabular fehlt. Dem Präsidenten des Südtiroler Judo-​Verbandes hat es so gut gefallen, dass er beim nächsten Mal nicht nur Beobachter am Mattenrand sein will, sondern selbst mitmachen möchte.
Sehr schön war neben der bei guter Gastlichkeit gepflegten Begegnung mit den Südtirolern das Rahmenprogramm. Sepp Oberhollenzer gelang es sehr gut, als Reiseleiter die vom Alter her bunt gemischte Gruppe mit den geschichtlichen, politischen und menschlichen Besonderheiten seiner alten Heimat vertraut zu machen. Eine Führung durch ein Weingut am Kalterer See durfte natürlich bei einer solchen Reise auch nicht fehlen.
Am Ende stand für alle fest: „Südtirol, wir kommen wieder!“ Ein Wiedersehen mit den neuen Freunden aus Neumarkt gibt es schon bald, denn diese kommen zum großen Jubiläumsfest der World Ju Jitsu Federation Deutschland (WJJF-​D). Der Präsident dieses Verbandes, Sepp Oberhollenzer, wird das Jubiläumsfest im Herbst diesen Jahres in Schwäbisch Gmünd organisieren.
 

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