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» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 01. Juli 2010

Nach 32 Jahren im Aufsichtsrat wurde Günter Nesper gestern Abend in der Vertreterversammlung der Volksbank verabschiedet

Es war eine übliche Tagesordnung, und trotzdem war alles ein bisschen anders als sonst. Die Volksbank Schwäbisch Gmünd verabschiedete gestern Abend im Stadtgarten den bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Günter Nesper, der 32 Jahre lang im Gremium der Bank ehrenamtlich tätig gewesen ist. Von Heinz Strohmaier

SCHWÄBISCH GMÜND. Vorstandssprecher Udo Effenberger berichtete über die Entwicklung der Bank im vergangenen Jahr (siehe Bericht auf Seite 19), Robert Mürdter trug danach den Bericht des Prüfungsausschusses mit der zusammenfassende Schlussbemerkung vor. Dem war zu entnehmen, dass die Bank das wirtschaftliche Eigenkapital steigern konnte, dass die Vermögenslage geordnet und die Bank jederzeit zahlungsfähig sei. Die Bilanzstruktur sei durch überdurchschnittliche Kundenforderung gekennzeichnet, das Betriebsergebnis liege unter dem Verbandsdurchschnitt.
Die Vertreterversammlung genehmigte anschließend den Jahresabschluss einstimmig, ebenso die Auszahlung einer fünfprozentigen Dividende. Die Entlastung des Vorstandsduos, Udo Effenberger und Robert Knoll, wurde von Bürgermeister Dr. Joachim Bläse vorgenommen, ebenso die Entlastung des Aufsichtsrats.
Aus diesem Gremium schieden Martin Bläse, Robert Mürdter, Günter Nesper sowie Harald Lustig (bereits im Februar) aus. Bläse und Mürdter wurden einstimmig wieder gewählt, dazu Gerhard Hackner aus Lorch sowie Klemens Stöckle aus Iggingen. Günter Nesper konnte aus Altersgründen nicht mehr gewählt werden. Im kommenden Monat wird der neue Aufsichtsrat in seiner konstituierenden Sitzung einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wählen.
Verbandsdirektor Gerhard Schorr übernahm die Laudatio für Günter Nesper und überreichte ihm anschließend die Ehrenurkunde und die Schulze-​Delitzsch-​Medaille für seine 32-​jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat.
1978 wurde Günter Nesper in den Aufsichtsrat der Genossenschaftsbank in Leinzell gewählt, diese fusionierte 1981 mit der Bank in Göggingen, und ab 1984 wurde Nesper Aufsichtsratsvorsitzender der neuen Bank Leinzell/​Göggingen. Diese wiederum fusionierte im Jahr 2000 mit der Volksbank Schwäbisch Gmünd. Ein Jahr danach wurde Günter Nesper zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Sein Stellvertreter, Helmut Herkle, sagte dazu, Nesper habe das Schiff auf hoher und stürmischer See übernommen und in ruhige Fahrwasser geführt. Heute fahre das Schiff „volle Kraft voraus“. Herkle bedankte sich für zehn Jahre gute Zusammenarbeit und wählte in Anbetracht der WM Begriffe aus dem Fußball: „Aus einer guten Mannschaft verlässt der Spielführer jetzt das Feld!“
Auch Vorstandssprecher Udo Effenberger bedankte sich bei Günter Nesper auch im Namen seines Kollegen und seiner Sekretärin, denn gemeinsam habe man viel Zeit miteinander verbracht. Als Geschenk überreichte Effenberger ein Bild des Rokoko-​Schlösschen aus der Kunstreihe der Volksbank. Immerhin sei Nesper ein Gmünder Urgestein und hier in die Schule gegangen. Nesper bedankte sich und erinnerte an den alten Stadtgarten, in dem er damals seine Tanzstunde gemacht habe. Doch er scheide ja nicht ganz aus der Volksbank aus. Nesper gehört künftig dem Wahlausschuss der Bank an. Ebenso dabei sind Robert Knoll, Alfred Baumhauer, Robert Mürdter und Helmut Herkle, dazu aus den Reihen der Mitglieder Lothar Barth, Roland Hegele, Kurt Hosch, Anton Kaiser, Martin Seidenspinner und Eugen Stegmaier.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Versammlung ging Meteorologe und Klimaforscher Mojib Latif zu seinem Vortrag ans Mikrofon, genau in dem Moment, als in Berlin die Entscheidung über die Wahl des Bundespräsidenten bekannt gegeben wurde. Auch die Volksbankvertreter bekamen dieses Ergebnis sofort mitgeteilt.
 

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