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» Ostalbkreis | Sonntag, 11. Juli 2010

„Bürgergespräch“ über Windkraftanlagen in Utzstetten

Windkraftanlagen sind derzeit in aller Munde, weil sie eine alternative umweltfreundliche Energieerzeugung darstellen. Bei einem Bürgergespräch am Donnerstag taten viele Utzstetter kund, dass sie gegen weitere Anlagen vor Ort vorgehen werden.

TÄFERROT (str). In einer Bürgerversammlung in Täferrot vor einem Monat haben Bürgermeister Jochen Renner und Thomas Eble vom Regionalverband die Möglichkeit vorgestellt, im Nordwesten Utzstettens zwei neue Windkraftanlagen zu errichten. Doch bei der Bürgerinformation ging es schon hoch her und es zeigte sich, dass viele Bürger prinzipiell gegen die Errichtung einer solchen Anlage sind. Erst recht natürlich jene, die in unmittelbarer Nähe der Anlage wohnen. So ging es schon damals um Lärmbelästigung, um den Abstand zu bewohnten Gebäuden, um die Höhe der Anlage und um einen „unkontrollierten Wildwuchs“ von Windkrafträdern zu verhindern.
Deshalb hatten nun die drei Gemeinderäte aus Utzstetten (Bareiß, Ammon und Kuhnle) per Handzettel alle Bewohner des Teilortes zu einer weiteren Informationsveranstaltung in das frühere Lagerhaus der Raiba eingeladen. Ungefähr die Hälfte war gekommen, um mit ihren Räten zu diskutieren und ihre Meinung völlig frei von der Seele zu sprechen.
Auch die Rems-​Zeitung wollte am Donnerstag diese Veranstaltung besuchen, doch uns wurde der Zugang verwehrt. „Wir wollten einen echten Gedankenaustausch ohne Außeneinwirkung“, sagte Ingrid Bareiß als Hauptgrund für diese „nicht öffentliche“ Veranstaltung. Es sollte ein Versuch sein, zwischen Bürgern und Gemeinderat eine Brücke zu bauen, um im Rathaus möglichst mit einer Zunge zu sprechen. Doch während der Veranstaltung hat sich herauskristallisiert, dass zumindest die drei Gemeinderäte nicht alle einer Meinung sind.
Laut Ingrid Bareiß aber hätten sich rund 90 Prozent der Anwesenden gegen eine weitere Windkraftanlage nahe des Striethofes ausgesprochen. Und viele seien auch bereit, „stärkere Geschütze“ aufzufahren, falls es doch so weit kommen sollte. Die Hauptgründe, die vorgetragen wurden und sich gegen die Errichtung der Anlage richteten, waren in erster Linie die Wertschätzung, Erhaltung der Natur für Mensch und Tier, und zweitens auch die Tatsache, dass man durch die bestehende Anlage schon Beeinträchtigungen hinnehmen müsse. Ingrid Bareiß bezeichnet die rund zweistündige Veranstaltung als „sehr gut, mit sehr guten Argumenten“, und die meisten Bürger hätten sich sehr sachlich geäußert.
 

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