Deutschland bewegt sich: Gmünder lassen sich trotz der Hitze zum Mitmachen animieren
Auch am zweiten Tag floss der Schweiß in der Gmünder Innenstadt in Strömen. Nicht nur die aktiven Teilnehmer von „Deutschland bewegt sich“, sondern auch die Betreuer der vielen Mitmachangebote waren bei den tropischen Temperaturen nicht zu beneiden. Von Patrick Tannhäuser
„Zehn Grad kälter hätte es sein dürfen“, war die Meinung von vielen Besuchern auf dem Markt– und Johannisplatz. Zu ändern war dieser Umstand dennoch nicht und so mussten alle Beteiligten einfach das Beste aus den Bedingungen machen. Vor allen Dingen in den Morgenstunden ließen es sich viele nicht nehmen die zahlreichen Angebote zu nutzen. Dennoch hieß die Devise „trinken, trinken und nochmals trinken“, um dem Körper schnell wieder verloren gegangene Flüssigkeit zu zuführen. Schattige Plätzchen gehörten wieder zu den beliebtesten am Marktplatz. Vom Café aus die Auftritte der Showgruppen zu beobachten war für viele schon schweißtreibend genug. Die Sportler ließen sich aber auch nicht lumpen: die Cheerleader des
FC „Bergau“, wie der Moderator fälschlicherweise die Bargauer Mädels ankündigte und so die Lacher auf seiner Seite hatte, ließen sich nicht beeindrucken und zeigten gleich zum Auftakt am Morgen einen spritzigen Auftritt. Mitleid bekamen dagegen die Kinder des Dojo Keiko des TV Wetzgau in ihren dicken Karateanzügen.
Trotz der Hitzewelle hielt der gute Besuch den ganzen Tag an. Immer wieder verlockten die Showauftritte zum Verweilen. Besonders bei so spektakulären Flugeinlagen, wie bei den Bundesliga-Turnern und den Kids aus der Wetzgauer Talentschule. Salti, Schrauben und Flugrollen – das Publikum zogen die Akrobaten schnell in ihren Bann. Nur wenige Minuten vor den Wetzgauern hatte ein anderer Turner mit einer Flugeinlage für Spannung gesorgt. Der dreifache Europameister am Reck, Eberhard Gienger, landete punktgenau mit dem Fallschirm auf einer der wenigen freien Flächen auf dem Marktplatz. „Es war sehr angenehm gewesen und von oben schön anzusehen“, war Gienger von seinem Sprung bei besten Bedingungen sehr angetan. Wobei trotzdem gleich zu Bedenken gab, dass ein gewisses Risiko bei so einer kleinen Landefläche immer gegeben sei.
Bedenken hatten die Verantwortlichen der Barmer-GEK und der Gmünder Stadtverwaltung wahrscheinlich nur im Vorfeld von Deutschland bewegt sich, als sie die Wetterprognosen hörten. Doch trotz der großen Hitze, zogen alle ein mehr als positives Fazit. Zumal auch die Einsätze des Deutschen Roten Kreuzes sich in überschaubaren Rahmen hielten. Dreimal mussten die Ersthelfer zur Unterstützung angefordert werden. Dabei gab es zwei Kreislaufkollapse zu behandeln und es galt eine Platzwunde fachmännisch zu versorgen. Das hatten sich die DRKler wahrlich schlimmer vorgestellt, ob der hohen Temperaturen. „Unter erschwerten Bedingungen wurde das Optimale herausgeholt. Es ist toll, wie die Gmünder Vereine da mitgemacht haben. Es ist Leben auf dem Marktplatz“, befand Oberbürgermeister Richard Arnold, der sich vor allen Dingen darüber freute„ wie der
80er-Umzug und Deutschland bewegt sich am frühen Morgen vermischt hatten. Freudestrahlend zeigte sich auch Dietmar Weiß von der Barmer GEK. „Wir haben unser Ziel auf allen Ebenen erreicht, Gmünd zu bewegen und den Präventionsgedanken hervorzuheben“, so Weiß. Mit den beiden Aktionstagen in der Gmünder Innenstadt endet Deutschland bewegt sich noch lange nicht, denn im Anschluss folgt eine Präventionswoche mit zahlreichen Angeboten. „Das sollte Appetit machen auf die Präventionswoche mit vielen kostenlosen Schnupperangeboten“, erklärt Weiß. Aus seiner Sicht zweifelsohne gelungen. Deshalb lobte er auch auch noch einmal die Klubs aus der Gmünder Umgebung. „Ohne diese tatkräftige Unterstützung aus den Vereinen wäre dies nicht möglich gewesen, aber das kennen wir ja schon vom Sport-Spaß, der quasi ein Vorreiter von Deutschland bewegt sich ist“, verwies Weiß auf das Gmünder Vorzeigeprojekt, das am Samstagmorgen sein neues Kursprogramm vorstellte.
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