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Montag, 12. Juli 2010
Fußball: Abschluss-Staffeltag der Jugend in Königsbronn
Die Jugendfußballer zogen Bilanz beim Abschluss-Staffeltag in der Ostalbhalle am Brenzursprung in Königsbronn. Sachlich, nüchtern, emotionslos und ohne großes Wehklagen ging die Veranstaltung über die Bühne.
(str). Bezirksjugendleiter Georg Merz (Hofherrnweiler) hatte aber trotzdem einen Appell an jene Vereine, die in der Satzung und in den Ordnungen nach Möglichkeiten suchen, aus einer
0:
1-Niederlage einen
3:
0-Sieg zu machen: „Fairplay geht vor!“ Merz will möglichst auch keine
26:
0-Ergebnisse sehen und bat die Trainer, in solchen Spielen, wo ihre Mannschaft dominiert, auch den schwächeren Spielern eine Chance zu geben.
Staffelleiter Johann Dittrich berichtete von vielen Spielverlegungen und Spielabsagen und hatte ein anderes Beispiel, wo man das Fairplay mit Füßen trat: Ein Torhüter und damit auch dessen Mannschaft wurde vom Gegner mit einem Schuss ins leere Tor „bestraft“, weil sich der Torhüter fairerweise um einen verletzten gegnerischen Spieler kümmerte.
Schiedsrichtereinteiler Josef Schneider (Aalen) sagte, dass auch er mit den vielen Spielverlegungen Probleme bekomme und als Ergebnis irgendwann zu diesen Spielen eben kein Schiedsrichter mehr komme. Insgesamt hätten die Schiris im Bezirk Kocher/Rems in der abgelaufenen Saison
8283 Spiele geleitet, davon seien
4187 auf die Jugend entfallen.
Kassier Otto Ostertag berichtete über die Kassenlage der AG Jugendfußball, die in der letzten Saison rund
4000 Euro mehr eingenommen als ausgegeben habe. Kassenprüfer Walter Herdeg (
DJK Aalen) bestätigte eine ordentliche Kassenführung, so dass anschließend Otto Ostertag genauso einstimmig entlastet und wieder gewählt wurde wie alle Staffelleiter.
Verabschiedet wurde zuvor der langjährige Staffelleiter Helmut Schilling (Aalen), der
30 Jahre lang dieses Amt ausgeübt hat und schon
1985 mit der goldene Verdienstnadel ausgezeichnet worden ist. Bezirksvorsitzender Jens-Peter Schuller: „Mit ihm geht ein Urgestein!“ Danach konnte Schuller hochwertige Auszeichnungen vergeben. Sieben Vereine erhielten den Anerkennungspreis für gute Jugendarbeit. Außerdem bekamen der FV Sontheim und die Sportfreunde Lorch (waren leider nicht anwesend) den Sepp-Herberger-Preis, Hermann Beyrle (SV Großkuchen), seit
1977 in der Jugendarbeit tätig, wurde mit der Jugendleiter-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.
Zum Schluss gab Hans-Jürgen Fichtenau eine Vorschau auf die kommende Saison, die im Pokalwettbewerb die Änderung bringt, dass die letzten vier Mannschaften das so genannten „Final Four“ in Turnierform auf neutralem Platz ausspielen. Im A-Jugendbereich gehen in der Saison
2010/
11 58 Mannschaften an den Start, bei der B-Jugend
63, bei der C-Jugend
72 und neun Siebenerteams, bei der D-Jugend sind es
101 Mannschaften und
17 Siebenerteams, bei der E-Jugend
155 und bei der F-Jugend
170 Mannschaften.
Um den nächsten Staffeltag im Raum Schwäbisch Gmünd hatten sich Ruppertshofen und Pfahlbronn beworben. „Wo liegt denn Pfahlbronn?“, hatte ein Vereinsvertreter aus dem Heidenheim Raum gefragt, und Ruth Schaaf vom SV Pfahlbronn konterte: „Genau diese Frage stellen wir uns manchmal auch, wenn wir einen Ort am anderen Ende des Bezirks aufsuchen müssen. Mit klarer Mehrheit votierten die Vereinsvertreter dann für Ruppertshofen. Ob sie es wissen, wo Ruppertshofen liegt?
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