Barmer GEK will Präsenz weiter stärken und sich vielleicht sogar im Rahmen des Gamundia-Projekts engagieren
Eine weitere erfreuliche Perspektive für den Wirtschaftsstandort Schwäbisch Gmünd: Im Zuge ihres Fusionsprozesses will die Barmer GEK ihre hiesige Präsenz mit der Ansiedlung einer neuen Regionalgeschäftsstelle stärken. Das Projekt mit zusätzlichen Arbeitsplätzen (Zahlen zwischen 50 und 90 werden gehandelt) wird vielleicht sogar noch in die Gamundia-Planung integriert.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Bei der Barmer-GEK-Verwaltungsratssitzung Mitte Juni in Schwäbisch Gmünd (wir berichteten) und aktuell nun auch nach seiner Rückkehr von vertiefenden Gesprächen in der „Barmer-Hauptstadt“ Wuppertal freut sich nicht nur Oberbürgermeister Richard Arnold über die für Schwäbisch Gmünd positiven Signale für diesen nächsten Schritt im Zusammenwachsen der starken Krankenkasse, sondern besonders auch die hiesigen Mitarbeiter. Denn kein Geheimnis war, dass sich im vergangenen Jahr manch banges Gefühl bei der Gmünder Ersatzkasse (GEK) breitmachte: Die mächtige Barmer könnte im Zuge der Fusion die Hauptverwaltung im angestammten Standort Gmünd personell stark schwächen oder auf Dauer sogar ganz nach Wuppertal einverleiben. Doch bei der jüngsten Verwaltungsratssitzung betonten alle Akteure beider Kassen, dass man sich auf gleicher Augenhöhe begegne und eine „Hochzeit mit gleichberechtigten Partnern“ (Vorstandsvorsitzende Birgit Fischer) eingegangen sei. Um nun die „Ehe“ weiter zu vertiefen, absolvierte OB Richard Arnold letzte Woche eine Dienstreise nach Wuppertal. Dort standen Gespräche mit seinem Amtskollegen und mit dem Vorstand von Barmer GEK auf der Tagesordnung.
Wie dazu auch am Wochenende am Rande der Großveranstaltung „Deutschland bewegt sich“ (initiiert von der Barmer GEK) und von der Stadtverwaltung erfreut zu hören war, sei die Entscheidung für eine zusätzliche Kräftigung des Standorts Schwäbisch Gmünd so gut wie gefallen: Die neue Regionalgeschäftsstelle wird hier entstehen, was gleichbedeutend mit der Auflösung des bisherigen Kassen-Verwaltungszentrums in Aalen sein wird. Insgesamt geht es hierbei um das Bestreben, zugunsten der Kosteneffizienz den Betrieb zu verschlanken und gleichzeitig die Betreuungssituation für die Versicherten zu verbessern. Rathaus-Pressesprecher Markus Herrmann bestätigt die Gespräche und Pläne, freut sich sehr über diesen bevorstehenden Zentralitätsgewinn für Schwäbisch Gmünd. Das Thema werde schon seit einiger Zeit verhandelt. Es gehe nun um die Frage, wo die Barmer GEK die neue Regionalzentrale baue oder beziehe. Erklärtes Ziel sei in den jetzt angelaufenen Standortüberlegungen von Stadt/Barmer GEK, einen guten Platz zu finden, wo die Präsenz des Unternehmens im öffentlichen Erscheinungsbild deutlich demonstriert werden könne. Für Mitarbeiter und Kunden/Versicherte müsse die Regionalgeschäftsstelle zentral gelegen sein. Auch bestätigte der Pressesprecher der Stadt, dass die Gamundia-Planung zu diesen Standortoptionen gehöre: Ob in der Ledergasse oder in Bahnhofsnähe sei noch völlig offen. Das Projekt von Barmer GEK müsse gegebenenfalls in die laufende Investoren-Planung eingebunden werden, wobei aber zunächst erst noch der Gamundia-Wettbewerb zwischen den beiden Projektentwicklern entschieden werden müsste. So sei die Standortfrage der Regionalgeschäftsstelle innerhalb von Gmünd noch völlig offen. Insgesamt sei aber eine echt klasse Dynamik in Gang gekommen, so die Einschätzung des Pressesprechers, weil eine ganze Anzahl von namhaften Firmen und Institutionen mit der Gamundia-Präsenz liebäugeln. Schon bei der Verwaltungsratssitzung der Barmer GEK wurde das Projekt von OB Arnold und Vorstandschefin Birgit Fischer mit einem optimistischen Augenzwinkern gegenüber der Öffentlichkeit angedeutet. Überhaupt wird im angeheirateten GEK-Team jetzt mit Zufriedenheit für die weitere Standortentwicklung registriert, dass die Chemie zwischen Arnold und Fischer stimmt. Obwohl ihr Schreibtisch hauptsächlich in Berlin und Wuppertal steht, weilt und „fusioniert“ Birgit Fischer derzeit auffallend oft in Schwäbisch Gmünd, wo sie mit dem Oberbürgermeister nicht nur offiziell verhandelt, sondern auch nur einfach im gemütlichen Straßencafé sitzt oder sich von ihm die Schönheit der „GEK-Stadt“ zeigen lässt.
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